NASA: Starship von SpaceX könnte Basis für ISS-Nachfolger werden
Das Raumfahrtunternehmen SpaceX plant eine weitere Anwendung für sein Starship-System. Gemeinsam mit der NASA untersucht man derzeit, ob auch ein Einsatz als dauerhafte Raumstation möglich ist, mit der die alternde ISS ersetzt werden könnte.
Gänzlich bei null steht die NASA aktuell zwar nicht - es gibt auch Planungs-Vereinbarungen mit einigen anderen Partnern aus der Privatwirtschaft - SpaceX hätte hier allerdings einige Vorteile zu bieten. Immerhin befindet sich das Starship-System, mit dem eigentlich bemannte Flüge zu Mond und Mars oder der Transport großer Nutzlasten absolviert werden sollen, bereits in praktischen Tests. Ein Umbau in Raumstations-Module könnte hier deutlich billiger sein, als eine komplette Neuentwicklung.
Die NASA erklärte laut eines Ars Technica-Berichts jetzt, dass sie mit SpaceX an einer "integrierten Architektur für den erdnahen Orbit" arbeiten wird, die das Starship-Fahrzeug und andere SpaceX-Programme, einschließlich der Dragon-Besatzungskapsel und des Starlink-Breitbandnetzwerks umfasst. "Diese Architektur umfasst Starship als Transport- und In-Space-Zielelement im erdnahen Orbit, das von Super Heavy, Dragon und Starlink unterstützt wird, sowie konstituierende Fähigkeiten wie den Transport von Besatzung und Fracht, Kommunikation sowie Betriebs- und Bodenunterstützung", hieß es. Die Planungen sind an dieser Stelle aber noch nicht mit Finanzierungs-Zusagen verbunden.
Eine Raumstation ist dabei nicht einfach eine Prestige-Angelegenheit. Es handelt sich um ein zentrales Element der Forschung in vielen Bereichen. Aktuell ist die ISS immerhin der einzige Ort, an dem längere Experimente ohne den Einfluss von Schwerkraft durchgeführt werden können. Alternativ gibt es hier nur Falltürme und Zero-G-Flüge, in denen die Gravitationswirkung aber jeweils nur für Sekunden ausgeschaltet wird.
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NASA sucht nach Optionen
Die ISS kommt in absehbarer Zeit an das Ende ihres Lebens - irgendwann in den 2030er-Jahren wird voraussichtlich Schluss sein. Denn es kommt der Punkt, an dem der Verschleiß überhandnimmt und sich Reparaturen kaum noch lohnen. Dann wird es Zeit, neue Wege zu gehen. Aktuell gibt es aber weder seitens der USA noch der engeren Partner konkretere Planungen, wie man weiterhin dauerhaft mit bemannten Missionen im Orbit präsent sein könnte.Gänzlich bei null steht die NASA aktuell zwar nicht - es gibt auch Planungs-Vereinbarungen mit einigen anderen Partnern aus der Privatwirtschaft - SpaceX hätte hier allerdings einige Vorteile zu bieten. Immerhin befindet sich das Starship-System, mit dem eigentlich bemannte Flüge zu Mond und Mars oder der Transport großer Nutzlasten absolviert werden sollen, bereits in praktischen Tests. Ein Umbau in Raumstations-Module könnte hier deutlich billiger sein, als eine komplette Neuentwicklung.
Die NASA erklärte laut eines Ars Technica-Berichts jetzt, dass sie mit SpaceX an einer "integrierten Architektur für den erdnahen Orbit" arbeiten wird, die das Starship-Fahrzeug und andere SpaceX-Programme, einschließlich der Dragon-Besatzungskapsel und des Starlink-Breitbandnetzwerks umfasst. "Diese Architektur umfasst Starship als Transport- und In-Space-Zielelement im erdnahen Orbit, das von Super Heavy, Dragon und Starlink unterstützt wird, sowie konstituierende Fähigkeiten wie den Transport von Besatzung und Fracht, Kommunikation sowie Betriebs- und Bodenunterstützung", hieß es. Die Planungen sind an dieser Stelle aber noch nicht mit Finanzierungs-Zusagen verbunden.
Raumstation ist wichtig
Klar ist allerdings, dass die westlichen Staaten daran arbeiten müssen, wieder eine Raumstation auf Kurs zu bringen. Derzeit ist lediglich von den Chinesen der Betrieb einer dauerhaften Basis im Weltraum zu erwarten. Die bisherigen ISS-Partner aus Russland werden einerseits für eine Zusammenarbeit kaum noch infrage kommen. Und sie verfügen zwar über die Technologie, aber kaum mehr über die finanziellen Mittel, um ein solches Projekt zu realisieren.Eine Raumstation ist dabei nicht einfach eine Prestige-Angelegenheit. Es handelt sich um ein zentrales Element der Forschung in vielen Bereichen. Aktuell ist die ISS immerhin der einzige Ort, an dem längere Experimente ohne den Einfluss von Schwerkraft durchgeführt werden können. Alternativ gibt es hier nur Falltürme und Zero-G-Flüge, in denen die Gravitationswirkung aber jeweils nur für Sekunden ausgeschaltet wird.
Zusammenfassung
- SpaceX plant Einsatz von Starship-System als Raumstation, um ISS zu ersetzen.
- ISS-Lebensdauer endet in 2030er-Jahren, da Reparaturen nicht mehr lohnen.
- Planungen von US-Partnern und Privatwirtschaft, SpaceX bietet Vorteile.
- NASA und SpaceX arbeiten an integrierter Architektur im erdnahen Orbit.
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