Galaxy S24: Misch-Masch aus Exynos & Snapdragon, viele Upgrades?

Samsung will offenbar bei der kommenden Generation seiner Top-Smartphones der Galaxy S-Serie wirklich wieder zu seiner alten Praxis zurückkehren, in bestimmten Regionen hauseigene SoCs der Exynos-Reihe einzusetzen. Dafür will man mit diversen Upgrades locken, heißt es.
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Exynos für Europa soll angeblich Kosten senken

Beim Samsung Galaxy S24 und dessen teureren Schwestermodellen Galaxy S24 Plus und Galaxy S24 Ultra, die derzeit unter den Codenamen Muse1, Muse2 und Muse3 entwickelt werden, scheint sich eine Befürchtung zu bewahrheiten, die gerade europäischen Nutzern Sorgen bereiten könnten. Laut einem Bericht der südkoreanischen Wirtschaftspublikation Chosun Ilbo will Samsung wieder Exynos-Chips verbauen. Wahrscheinlich bleiben die Snapdragon-CPUs, die man im S23 noch in allen Regionen einsetzte, dann wieder den asiatischen und nordamerikanischen Märkten vorbehalten.

Samsung will damit angeblich versuchen, die Kosten zu drücken, weil man an anderer Stelle kräftig in die Ausstattung der neuen Flaggschiff-Smartphones investiert. Es ist davon die Rede, dass zum Beispiel mehr Arbeitsspeicher verbaut werden soll, sodass selbst das Basismodell Galaxy S24 mit 12 Gigabyte RAM daherkommt, während im S24 Ultra immer 16 GB RAM stecken sollen.

M13: Neue Generation von OLED-Panels geplant

Auch beim Display soll es ein Upgrade geben, wobei die Geräte mit einer neuen Generation von OLED-Panels mit der Bezeichnung "M13" ausgerüstet werden sollen. Wie sich diese gegenüber den aktuellen "M12"-Panels unterscheiden, die beim Galaxy Z Fold 5 und Z Flip 5 sowie den kommenden iPhone-15-Modellen verwendet werden, ist bisher noch offen.


Bereits vor einigen Tagen war aus anderer Quelle zu hören, dass Samsung auch bei den Kameras erstmals seit Jahren wieder ein größeres Upgrade plant. So hieß es von dem Twitter-Leaker IceUniverse, dass beim Galaxy S24 Ultra eine neue Telezoom-Kamera mit 50-Megapixel-Sensor und dreifacher optischer Vergrößerung verbaut werden könnte. Auch dadurch würden zusätzliche Kosten auf dem "Bill of Materials" für die Hardwarekomponenten entstehen, die Samsung durch Einsparungen bei den in Europa verwendeten CPUs abfedern könnte.

Im Vorfeld der Einführung des Galaxy S23 und seiner Schwesternmodelle hatte man eine erweiterte Kooperation mit Qualcomm bekannt gegeben, laut der auf absehbare Zeit alle Top-Smartphones von Samsung mit einem Snapdragon-SoC ausgerüstet sein würden. Die hauseigenen Exynos-Chips wurden vielfach als zu schwachbrüstig und weniger energieeffizient kritisiert. Anscheinend will Samsung sie in Form des Exynos 2400 dennoch wieder aufleben lassen.

Wie es nach dem Galaxy S24 weitergeht, ist allerdings offen. Mit dem ab 2025 erwarteten Snapdragon 8 Gen 4 dürfte Qualcomm dann nämlich auf seine neu entwickelten "Oryon"-Kerne setzen, die einen erheblichen Performance-Sprung mit sich bringen sollen. Es ist höchst fraglich, ob Samsung dann seinerseits mit einem Exynos-Chip mithalten kann.

Zusammenfassung
  • Samsung wird wohl beim Galaxy S24 wieder Exynos-Chips einsetzen
  • Hardware-Upgrades wie mehr RAM und neue OLED-Panels
  • Kostendruck durch Investitionen in Hardware
  • Neue Telezoom-Kamera mit 50-MP-Sensor & dreifacher opt. Vergrößerung
  • Exynos 2400 soll Exynos-Chips wieder aufleben lassen
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