Dimorphos-Asteroid konnte abgelenkt werden - aber es gibt ein Problem
2022 hat die NASA die DART-Mission erfolgreich durchgeführt. Dabei wollten die NASA und die daran beteiligten Wissenschaftler wissen, ob man einen Asteroiden mit kinetischer Energie - also per Aufprall - überhaupt ablenken kann. Die Antwort lautet: Ja, aber.
Die Auswertung der Daten ist immer noch im Gange, erste Ergebnisse lassen aber den Schluss zu, dass sich der Kurs eines solchen Asteroiden durchaus nachhaltig beeinflussen lässt. Freilich war das im Fall des Doppelasteroiden-Systems Didymos/Dimorphos (der Einschlag erfolgte auf dem letztgenannten, kleineren der beiden Asteroiden) nur minimal möglich, dafür war die Sonde zu klein, um den Gesteinskörper "sichtbar" abzulenken - aber darum ging es auch nicht, sondern um dazugehörige Daten.
Diese Daten werden nach wie vor analysiert und ausgewertet, aktuell hat der UCLA-Astronom David Jewitt dazu eine Studie veröffentlicht. Laut dieser ist es zwar (bekanntermaßen) gelungen, den Kurs von Dimorphos zu beeinflussen, das hat allerdings unerwünschte Nebenwirkungen gehabt. Denn auf diese Weise wurde eine "Wolke von Felsbrocken" von seiner Oberfläche ins All geschleudert.
Diese sind natürlich wesentlich kleiner als der eigentliche Asteroid, kleinere Felsen, die ins All fliegen, können jedoch ihre eigenen Probleme verursachen: "Ein derartiger Geröllschwarm ist wie eine Schrapnell-Wolke, die sich von einer Handgranate ausbreitet", so Jewitt, Hauptautor der Studie und Professor für Erd- und Planetenwissenschaften an der UCLA. "Da diese großen Felsbrocken im Grunde die gleiche Geschwindigkeit wie der anvisierte Asteroid haben, sind sie in der Lage, ihren eigenen Schaden anzurichten."
Konkret bedeutet das, dass angesichts der hohen Geschwindigkeit, dass ein knapp fünf Meter großer Felsbrocken, der auf die Erde trifft, so viel Energie freisetzen würde wie die Atombombe, die auf Hiroshima abgeworfen wurde. Dimorphos wurde natürlich so ausgewählt, dass keine Gefahr für die Erde besteht, auch nicht durch Gesteinsbrocken.
Siehe auch:
Ablenkung möglich, hat aber Konsequenzen
Der "Double Asteroid Redirection Test", kurz DART, wurde im September 2022 durchgeführt. Dabei hat die US-amerikanische Weltraumagentur versucht, ob und wie man einen möglicherweise für die Erde bedrohlichen Asteroiden durch den Einschlag eines von Menschen erschaffenen Körpers umlenken kann.Die Auswertung der Daten ist immer noch im Gange, erste Ergebnisse lassen aber den Schluss zu, dass sich der Kurs eines solchen Asteroiden durchaus nachhaltig beeinflussen lässt. Freilich war das im Fall des Doppelasteroiden-Systems Didymos/Dimorphos (der Einschlag erfolgte auf dem letztgenannten, kleineren der beiden Asteroiden) nur minimal möglich, dafür war die Sonde zu klein, um den Gesteinskörper "sichtbar" abzulenken - aber darum ging es auch nicht, sondern um dazugehörige Daten.
Diese Daten werden nach wie vor analysiert und ausgewertet, aktuell hat der UCLA-Astronom David Jewitt dazu eine Studie veröffentlicht. Laut dieser ist es zwar (bekanntermaßen) gelungen, den Kurs von Dimorphos zu beeinflussen, das hat allerdings unerwünschte Nebenwirkungen gehabt. Denn auf diese Weise wurde eine "Wolke von Felsbrocken" von seiner Oberfläche ins All geschleudert.
Diese sind natürlich wesentlich kleiner als der eigentliche Asteroid, kleinere Felsen, die ins All fliegen, können jedoch ihre eigenen Probleme verursachen: "Ein derartiger Geröllschwarm ist wie eine Schrapnell-Wolke, die sich von einer Handgranate ausbreitet", so Jewitt, Hauptautor der Studie und Professor für Erd- und Planetenwissenschaften an der UCLA. "Da diese großen Felsbrocken im Grunde die gleiche Geschwindigkeit wie der anvisierte Asteroid haben, sind sie in der Lage, ihren eigenen Schaden anzurichten."
Konkret bedeutet das, dass angesichts der hohen Geschwindigkeit, dass ein knapp fünf Meter großer Felsbrocken, der auf die Erde trifft, so viel Energie freisetzen würde wie die Atombombe, die auf Hiroshima abgeworfen wurde. Dimorphos wurde natürlich so ausgewählt, dass keine Gefahr für die Erde besteht, auch nicht durch Gesteinsbrocken.
Zusammenfassung
- DART-Mission: NASA testet Asteroiden-Umlenkung mit kinetischer Energie.
- Ergebnisse: Umlenkung möglich, aber unerwünschte Nebenwirkungen.
- Wolke von Felsbrocken ins All geschleudert.
- Große Felsbrocken können eigenen Schaden anrichten.
- Dimorphos keine Gefahr für Erde.
- Daten werden weiterhin ausgewertet.
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