USA: Atomtest-Gelände werden für Ökostrom-Erzeugung umgewidmet

Riesige Landesflächen befinden sich in den USA formal im Besitz des Energie-Ministeriums DOE. Auf ihnen wurden vor Jahrzehnten Kernwaffen-Tests durchgeführt. Jetzt will man die brachliegenden Gelände nutzen, um Strom aus erneuerbaren Quellen zu erzeugen.
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70.000 Hektar Platz

Wie das Ministerium mitteilte, habe man die Initiative "Cleanup to Clean Energy" gestartet. Ziel des Projektes sei die Umwidmung von Teilen des DOE-eigenen Landes in Standorte für die Erzeugung sauberer Energie. Das setzt allerdings auch voraus, dass bestimmte Regeln für die Nutzung der Gebiete erarbeitet werden, da sie in weiten Teilen noch immer kontaminiert sind.

Eine komplette Sanierung des fraglichen Landes ist aufgrund der Größe kaum möglich. Auch sind nicht alle Gebiete nutzbar, sondern eher die weniger stark belasteten Bereiche. Aber auch hier handelt es sich nach einer ersten Übersicht, die die zuständige Fachabteilung angefertigt hat, um rund 70.000 Hektar auf fünf ehemaligen Testgebieten für Atomwaffen.


Grundlage für die Umwandlungsplanungen ist der Präsidentenerlass 14057. Mit diesem hatte Joe Biden die Bundesbehörden darauf ausgerichtet, die notwendigen Maßnahmen einzuleiten, um einen Umbau des Stromsektors in den USA auf 100 Prozent Erneuerbare bis 2030 zu ermöglichen.

Vorbild sein

"Als führende Bundesbehörde für Forschung und Entwicklung im Bereich der sauberen Energie hat das DOE sowohl eine einzigartige Gelegenheit als auch eine klare Verantwortung, mit gutem Beispiel voranzugehen und kreative Lösungen zu finden, um das Mandat des Präsidenten zu erfüllen", hieß es in einer Stellungnahme des Energieministeriums.

Bei der Umwidmung der Testgelände zu Standorten für die Stromerzeugung will das Ministerium jetzt mit verschiedenen Beteiligten und Betroffenen zusammenarbeiten. Dazu gehören neben den Unternehmen und Behörden, die unmittelbar eingebunden sind, auch die umliegenden Kommunen und Ureinwohner-Gruppen, deren ursprüngliche Siedlungsgebiete betroffen sind.

Zusammenfassung
  • Regeln für kontaminierte Gebiete als Standorte für Erneuerbare.
  • 70.000 Hektar auf fünf ehemaligen Testgebieten für Atomwaffen.
  • Präsidentenerlass 14057 zur Erreichung 100% Erneuerbare bis 2030.
  • DOE will mit Beteiligten und Betroffenen zusammenarbeiten.
  • Sanierung des Landes wegen Größe kaum möglich.
  • Initiative "Cleanup to Clean Energy" zur Umwidmung.
  • DOE mit Verantwortung, kreative Lösungen zu finden.

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