EU: Strom-Erzeugung aus fossilen Quellen bricht deutlich ein
Der Trend zu einer geringeren Nutzung fossiler Energieträger zur Stromerzeugung, der in diesem Jahr bereits in Deutschland deutlich zu spüren war, lässt sich auch im ganzen EU-Raum nachweisen. Die Entwicklung nimmt dabei durchaus signifikante Ausmaße an.
Zu der Entwicklung trugen verschiedene Faktoren bei. So ist unter anderem der Stromverbrauch insgesamt um 4,6 Prozent gesunken. Gleichzeitig ging vor allem der Ausbau der regenerativen Energiesysteme deutlich voran. Die Stromerzeugung aus Solaranlagen kletterte so im Jahresvergleich um 13 Prozent, bei der Windkraft ging es um 4,8 Prozent nach oben.
Besonders stark wirkte sich das auf die Nutzung von Kohle zur Stromerzeugung aus. Die hier verbrannte Menge ist im Jahresvergleich um 23 Prozent zurückgegangen. Beim Erdgas wurde ein Minus von 13 Prozent verzeichnet.
In Deutschland hatte die Entwicklung vor einigen Wochen für Diskussionen gesorgt. Gegner der Energiewende hatten im Einklang mit der Boulevardpresse beklagt, dass die Stromimporte in den ersten Monaten des Jahres deutlich gestiegen waren und stellten die Situation so dar, dass Deutschland sich nicht mehr selbst versorgen könne. Allerdings wirkten hier lediglich die Marktkräfte: Es war schlicht billiger, große Mengen Windstrom aus Dänemark zu importieren, als hierzulande zusätzliche Kohlemeiler hochfahren zu lassen.
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Nach aktuellen Daten des Think-Tanks Ember ist die Nutzung fossiler Brennstoffe zur Stromerzeugung in der EU binnen nur eines Jahres um 17 Prozent gesunken, berichtet die Zeit. Vergleichen wurden hierfür jeweils die Zeiträume von Januar bis Juni der Jahre 2022 und 2023. Der Anteil der fossilen Brennstoffe am gesamten Strommix der EU-Länder sank damit auf 33 Prozent.Zu der Entwicklung trugen verschiedene Faktoren bei. So ist unter anderem der Stromverbrauch insgesamt um 4,6 Prozent gesunken. Gleichzeitig ging vor allem der Ausbau der regenerativen Energiesysteme deutlich voran. Die Stromerzeugung aus Solaranlagen kletterte so im Jahresvergleich um 13 Prozent, bei der Windkraft ging es um 4,8 Prozent nach oben.
Besonders stark wirkte sich das auf die Nutzung von Kohle zur Stromerzeugung aus. Die hier verbrannte Menge ist im Jahresvergleich um 23 Prozent zurückgegangen. Beim Erdgas wurde ein Minus von 13 Prozent verzeichnet.
Spitzenreiter bei über 30%
Den Ember-Daten zufolge ist diese Entwicklung im ganzen EU-Raum zu beobachten gewesen - wenn auch in unterschiedlicher Intensität. In elf Ländern lag der Rückgang der Nutzung fossiler Energieträger bei mehr als 20 Prozent. Portugal, Österreich, Bulgarien, Estland und Finnland reduzierten die Verstromung von Kohle, Gas und Co. sogar um mehr als 30 Prozent.In Deutschland hatte die Entwicklung vor einigen Wochen für Diskussionen gesorgt. Gegner der Energiewende hatten im Einklang mit der Boulevardpresse beklagt, dass die Stromimporte in den ersten Monaten des Jahres deutlich gestiegen waren und stellten die Situation so dar, dass Deutschland sich nicht mehr selbst versorgen könne. Allerdings wirkten hier lediglich die Marktkräfte: Es war schlicht billiger, große Mengen Windstrom aus Dänemark zu importieren, als hierzulande zusätzliche Kohlemeiler hochfahren zu lassen.
Zusammenfassung
- Nutzung fossiler Brennstoffe in der EU um 17% gesunken
- Anteil fossiler Brennstoffe am Strommix der EU auf 33% reduziert
- Gesamtstromverbrauch in der EU um 4,6% gesunken
- Stromerzeugung aus Solaranlagen um 13%, aus Windkraft 4,8% gestiegen
- Kohleverbrauch zur Stromerzeugung um 23%, Erdgas um 13% gesunken
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