"Potenziell bewohnbare Welten" wohl 100-mal häufiger als gedacht
Wasser ist das Schlüsselelement für Leben und könnte deutlich häufiger auf Planeten vorkommen als bisher angenommen. Experten für Geochemie haben bei einer wichtigen Konferenz neue Ergebnisse präsentiert, die unsere bisherigen Annahmen auf den Kopf stellen.
Ausgangspunkt der Studie war das sogenannte "Paradoxon der schwachen jungen Sonne". Dieses beschreibt den Widerspruch, dass es in den jungen Tagen des Sonnensystems vor etwa vier Milliarden Jahren auf Planeten wie dem Mars und der Erde Wasser gab, obwohl die Sonne über deutlich weniger Strahlkraft verfügt hatte. Die aktuelle Theorie: Nicht die Sonne, sondern geothermische Wärme aus dem Zerfall von radioaktiven Elementen könnte das Wasser auf der Erde flüssig gehalten haben - ein Prozess, der als "basales Schmelzen" bekannt ist.
Genau hier setzt die Theorie des Teams an: "Angesichts der Tatsache, dass basales Schmelzen etwas war, das wahrscheinlich stattfand und - je nachdem, mit wem man spricht - eine der Hauptursachen für die Erzeugung von flüssigem Wasser auf den Planeten unseres Sonnensystems vor Milliarden von Jahren gewesen sein könnte, wollten wir herausfinden, was für basales Schmelzen erforderlich wäre und ob dies auf anderen planetarischen Körpern geschehen könnte", so der Wissenschaftler Lujendra Ojha gegenüber Motherboard.
Das Ergebnis war für die Forscher eine "willkommene Überraschung". Sowohl ihre Studie als auch die wissenschaftlichen Kommentare, die auf die Veröffentlichung in Nature folgten, legen nahe, dass "potenziell bewohnbare Welten" in unserer Galaxie 100-mal häufiger vorkommen, als bisher angenommen. Demnach könnte im Schnitt auf jedes Sternsystem in der Milchstraße ein Planet mit flüssigem Wasser kommen.
Dabei handelt es sich in den allermeisten Fällen um Wasserkörper, die sich durch das "basale Schmelzen" unter dicken Eispanzern an der Oberfläche bilden. Laut Ojha ein weiterer glücklicher Umstand, der dem Leben außerhalb der Erde in die Karten spielen könnte: "Der Stern könnte der größte Tyrann in der Galaxie sein, und es spielt keine Rolle. Unter einer Schicht von Eis, wenn es dort flüssiges Wasser und eine Art von ursprünglichem Leben gibt, werden die meisten Röntgenstrahlen oder Sonneneruptionen, die vielleicht sporadisch auftreten, diese tiefen Biosphären nicht nennenswert beeinträchtigen."
Siehe auch:
Goldschmidt Conference: Neue Erkenntnisse über Wasser im Universum
Im Universum gibt es eine klare Hackordnung unter Sternen. Manche sind massiv und sehr aktiv und machen es für die Planeten in ihrer Umgebung schwierig. Um andere, wie die roten Zwerge, beobachten wir regelmäßig erdähnliche Steinplaneten. Jetzt legt ein Team aus Wissenschaftlern bei der wichtigen Fachtagung Goldschmidt Conference in Lyon, Frankreich, spannende Daten vor. Die legen nahe, dass deutlich mehr dieser "Exo-Erden" das Potenzial haben, Leben eine Heimat zu bieten.Ausgangspunkt der Studie war das sogenannte "Paradoxon der schwachen jungen Sonne". Dieses beschreibt den Widerspruch, dass es in den jungen Tagen des Sonnensystems vor etwa vier Milliarden Jahren auf Planeten wie dem Mars und der Erde Wasser gab, obwohl die Sonne über deutlich weniger Strahlkraft verfügt hatte. Die aktuelle Theorie: Nicht die Sonne, sondern geothermische Wärme aus dem Zerfall von radioaktiven Elementen könnte das Wasser auf der Erde flüssig gehalten haben - ein Prozess, der als "basales Schmelzen" bekannt ist.
Genau hier setzt die Theorie des Teams an: "Angesichts der Tatsache, dass basales Schmelzen etwas war, das wahrscheinlich stattfand und - je nachdem, mit wem man spricht - eine der Hauptursachen für die Erzeugung von flüssigem Wasser auf den Planeten unseres Sonnensystems vor Milliarden von Jahren gewesen sein könnte, wollten wir herausfinden, was für basales Schmelzen erforderlich wäre und ob dies auf anderen planetarischen Körpern geschehen könnte", so der Wissenschaftler Lujendra Ojha gegenüber Motherboard.
Das Ergebnis war für die Forscher eine "willkommene Überraschung". Sowohl ihre Studie als auch die wissenschaftlichen Kommentare, die auf die Veröffentlichung in Nature folgten, legen nahe, dass "potenziell bewohnbare Welten" in unserer Galaxie 100-mal häufiger vorkommen, als bisher angenommen. Demnach könnte im Schnitt auf jedes Sternsystem in der Milchstraße ein Planet mit flüssigem Wasser kommen.
Dabei handelt es sich in den allermeisten Fällen um Wasserkörper, die sich durch das "basale Schmelzen" unter dicken Eispanzern an der Oberfläche bilden. Laut Ojha ein weiterer glücklicher Umstand, der dem Leben außerhalb der Erde in die Karten spielen könnte: "Der Stern könnte der größte Tyrann in der Galaxie sein, und es spielt keine Rolle. Unter einer Schicht von Eis, wenn es dort flüssiges Wasser und eine Art von ursprünglichem Leben gibt, werden die meisten Röntgenstrahlen oder Sonneneruptionen, die vielleicht sporadisch auftreten, diese tiefen Biosphären nicht nennenswert beeinträchtigen."
Zusammenfassung
- Experten: Potenzial für Leben auf mehr Exo-Erden.
- Theorie: Wasser durch geothermische Wärme flüssig.
- Häufige Konstellation wohl Wasser unter Eispanzern
- Auf jedes System könnte ein Planet mit flüssigem Wasser kommen.
Siehe auch:
- Die letzten Exoplaneten: Amateure werden fündig in den Kepler-Daten
- Forscher finden mit bedeutender neuer Methode fernen Exoplaneten
- Erdähnlicher Exoplanet in habitabler Zone in unserer "Nähe" gefunden
- James-Webb-Teleskop findet ersten Exoplaneten und der ist besonders
- Ein neu entdeckter Exoplanet ist komplett von Wasser bedeckt
Thema:
Neueste Downloads
Neue Nachrichten
Beliebte Nachrichten
Videos
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen