Twitterkalypse? Apps kaputt, Features gestört und Google straft ab

Hat er Twitter jetzt endgültig getötet? Diese Frage stellen sich Nutzer dieser Tage, denn Elon Musk hat am Wochenende ein Limit umsetzen lassen, wie viele Tweets man maximal lesen darf. Das alleine ist eine schwerwiegende Einschränkung, doch auch sonst gibt es viele Probleme.
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Vergangenen Herbst hat Elon Musk den Kurznachrichtendienst Twitter übernommen und wenig später etwa die Hälfte der Belegschaft entlassen. Schon damals gab es Stimmen, die meinten, dass der Dienst so auf Dauer nicht funktionieren kann. Das bestätigt sich nun auch tatsächlich, denn seit dem vergangenen Wochenende läuft Twitter alles andere als problemlos.

Das hat Elon Musk am vergangenen Wochenende auch mit einer bewussten Limitierung der Tweets, die herkömmliche Nutzer bzw. Blue-Abonnenten täglich abrufen dürfen, umgesetzt. Zunächst war hier von 600 bzw. 6000 Tweets die Rede, wenig später hat Musk bekannt gegeben, dass diese Zahl auf 1000 bzw. 10.000 angehoben wird. Als Erklärung gab Musk jedenfalls an, dass man damit "extremes Datenscraping und Systemmanipulation" bekämpfen will.


Doch es gab von Anfang an Branchenkenner, die diese Angaben anzweifelten und mittlerweile wird immer klarer, dass Twitter größere Probleme hat, als nur eine Beschränkung der sichtbaren Tweets. Denn mittlerweile zeigt sich auf Twitter gleich eine Reihe an Darstellungsfehlern und sonstigen Problemen. Thread-Ansichten funktionieren nicht einwandfrei, auch die Zitate bei Retweets können nicht wie bisher angezeigt werden. Oder besser gesagt: Manchmal klappt es, manchmal nicht.

TweetDeck

Das bei vielen Power-Usern beliebte TweetDeck ist seit dem Wochenende im Wesentlichen unbrauchbar. Zwar funktioniert die Haupt-Timeline, nicht aber Listen und die meisten sonstigen Spalten, die eine effektivere Nutzung von Twitter erlauben.

Das ist aber nicht alles, denn Twitter bekommt wohl auch mit Google Probleme: Denn wie Search Engine Roundtable berichtet (via Engadget), zeigt die Google-Suche offenbar bis zu 50 Prozent weniger Twitter-URLs an, weil man hierfür angemeldet sein muss und nicht angemeldete Nutzer von Twitter blockiert werden.

Es ist derzeit unklar, ob die jüngsten Maßnahmen für alle Twitter-Probleme verantwortlich sind, ein Zusammenhang ist aber wahrscheinlich. Ohnehin: Man kann durchaus sagen, dass sich Twitter derzeit - freiwillig oder unfreiwillig - selbst abschafft.

Zusammenfassung
  • Musk hat ein Limit für Tweets eingeführt, um "Datenscraping" zu bekämpfen.
  • Twitter hat seitdem Darstellungsfehler & Retweets funktionieren nicht mehr.
  • TweetDeck ist unbrauchbar & Google-Suche zeigt weniger Twitter-URLs an.
  • Maßnahmen könnten für Probleme verantwortlich sein.

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