Spionage gegen Spione: Hacker klaut Datenbank von Überwachungs-App
Einem Hacker ist es offenbar gelungen, sich Zugriff auf eine Art Spionage-App zu verschaffen, die normalerweise dazu dient, versteckt auf Smartphones installiert zu werden, damit Eltern ihre Kinder oder andere Personen ihren Partner überwachen können.
Wie TechCrunch berichtet, hat der Anbieter eines LetMeSpy genannten Spionage-Tools für Android bestätigt, dass es einem Hacker gelang, Zugang zum Backend der App zu bekommen. Auf diese Weise gelangte eine umfangreiche Datenbank mit Inhalten wie E-Mail-Adressen, Telefonnummern und Nachrichten von Personen, auf deren Geräten die App installiert ist, an die Öffentlichkeit.
Die App kann also verwendet werden, um den Partner oder die Partnerin zu überwachen, oder ein Auge auf Inhalte und Art der Nutzung von Smartphones durch Kinder zu haben. Allerdings gibt es neben den ethischen Problemen hinter dieser Form von privater Überwachung auch die Gefahr, dass dadurch die Daten unwissender User in die Hände von Dritten geraten.
Im Fall von LetMeSpy geschah genau dies, wobei neben Nachrichten, Telefonnummern und Mailadressen auch GPS-Ortungsdaten, Anrufverläufe und andere Details in der geleakten Datenbank landeten. Laut dem Security-Blog Niebezpiecznik aus Polen antwortete der Hacker hinter dem Vorfall zeitweise sogar auf E-Mails, die man an den Entwickler der Spyware-App schickte.
Immerhin gelangten im Zuge des Hacks keine Daten an die Öffentlichkeit, mit denen die Opfer der Spyware direkt identifiziert werden könnten. Allerdings ist dies durchaus anhand der in der Datenbank gelagerten Nachrichten möglich, wenn diese entsprechende Inhalte hatten. Hinter dem Tool steht ein polnischer Entwickler, der nach Bekanntwerden des Leaks offenbar unter anderem die polnischen Datenschutzbehörden informiert hat.
Siehe auch:
Wenn die Spione gehackt werden ...
LetMeSpy wird als eine Art Monitoring-Tool vermarktet, das versteckt auf den Android-Geräten von Personen installiert werden kann, deren Umgang und Kommunikation jemand überwachen möchte. Das Tool ist nur schwer auf dem jeweiligen Endgerät aufzuspüren und lädt die Daten ohne Wissen der Nutzer auf einen zentralen Server im Internet.Die App kann also verwendet werden, um den Partner oder die Partnerin zu überwachen, oder ein Auge auf Inhalte und Art der Nutzung von Smartphones durch Kinder zu haben. Allerdings gibt es neben den ethischen Problemen hinter dieser Form von privater Überwachung auch die Gefahr, dass dadurch die Daten unwissender User in die Hände von Dritten geraten.
Im Fall von LetMeSpy geschah genau dies, wobei neben Nachrichten, Telefonnummern und Mailadressen auch GPS-Ortungsdaten, Anrufverläufe und andere Details in der geleakten Datenbank landeten. Laut dem Security-Blog Niebezpiecznik aus Polen antwortete der Hacker hinter dem Vorfall zeitweise sogar auf E-Mails, die man an den Entwickler der Spyware-App schickte.
Immerhin gelangten im Zuge des Hacks keine Daten an die Öffentlichkeit, mit denen die Opfer der Spyware direkt identifiziert werden könnten. Allerdings ist dies durchaus anhand der in der Datenbank gelagerten Nachrichten möglich, wenn diese entsprechende Inhalte hatten. Hinter dem Tool steht ein polnischer Entwickler, der nach Bekanntwerden des Leaks offenbar unter anderem die polnischen Datenschutzbehörden informiert hat.
Zusammenfassung
- Hacker erhielt Zugriff auf Spionage-App "LetMeSpy"
- Tool kann versteckt auf Smartphones installiert werden
- Datenbank mit Mailadressen, Nummern und Nachrichten der Nutzer geleakt
- Daten von GPS, Anrufverläufen und Nachrichten in Datenbank
- Hacker antwortete zeitweise auf E-Mails an Entwickler
- Polnischer Entwickler informierte Datenschutzbehörden
Siehe auch:
- Industriespionage: Foxconn-Werk sollte mit Samsung-Daten entstehen
- Nordkorea will Spionagesatellit ins All schießen, der stürzt ins Meer
- FBI knackt wichtigstes Spionage-Tool des russischen Geheimdienstes
- Spionage-Vorwürfe: Apple lässt Klage gegen ehemaligen Manager fallen
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