Gizmodo: Verlag ersetzt eine komplette Redaktion durch eine KI
Bisher handelte es sich bei den Sorgen um die Vernichtung von Arbeitsplätzen durch KI-Systeme eher um spekulative Theorien. Das ändert sich nun aber: Das große US-Magazin Gizmodo hat eine komplette Redaktion entlassen und will sie durch eine KI ersetzen.
"Eine KI hat meinen Job übernommen, wortwörtlich", berichtete der ehemalige Gizmodo-Autor Matías S. Zavia demnach. Die Webseite wird weiter betrieben, hinter den dortigen Inhalten stehen nur eben nicht mehr direkt menschliche Redakteure. Bisher arbeitete das Team hinter dem Angebot an eigenem Content mit Schwerpunkt auf den Besonderheiten des spanischsprachigen Marktes, übersetzte teils aber auch Beiträge der großen englischsprachigen Redaktion.
Inzwischen findet sich unter den Artikeln auf Gizmodo en Español der Hinweis: "Dieser Inhalt wurde automatisch aus dem Quellmaterial übersetzt. Aufgrund der Feinheiten der maschinellen Übersetzung kann es zu leichten Abweichungen kommen. Für die Originalversion klicken Sie bitte hier." Es folgt ein Link auf den gleichen Beitrag auf der englischen Gizmodo-Seite.
G/O Media gehört generell zu den Verlagen, die den Einsatz von KIs besonders bereitwillig vorantreiben. So wurden auf Gizmodo bereits vor einiger Zeit KI-generierte Artikel veröffentlicht, ohne dass die Redaktion darüber informiert wurde. Diese enthielten dann diverse inhaltliche Fehler.
Siehe auch:
Warnhinweis unter Artikeln
Konkret hat die Entscheidung die spanischsprachige Ausgabe des Magazins getroffen. Die bisher für diese tätigen Redakteure erhielten von ihren Vorgesetzten vom Verlag G/O Media einen Videoanruf, in dem sie über ihre Entlassung informiert wurden, berichtet das US-Magazin Ars Technica."Eine KI hat meinen Job übernommen, wortwörtlich", berichtete der ehemalige Gizmodo-Autor Matías S. Zavia demnach. Die Webseite wird weiter betrieben, hinter den dortigen Inhalten stehen nur eben nicht mehr direkt menschliche Redakteure. Bisher arbeitete das Team hinter dem Angebot an eigenem Content mit Schwerpunkt auf den Besonderheiten des spanischsprachigen Marktes, übersetzte teils aber auch Beiträge der großen englischsprachigen Redaktion.
Inzwischen findet sich unter den Artikeln auf Gizmodo en Español der Hinweis: "Dieser Inhalt wurde automatisch aus dem Quellmaterial übersetzt. Aufgrund der Feinheiten der maschinellen Übersetzung kann es zu leichten Abweichungen kommen. Für die Originalversion klicken Sie bitte hier." Es folgt ein Link auf den gleichen Beitrag auf der englischen Gizmodo-Seite.
KI erzeugt Fehler
Fehlerfrei läuft der Prozess allerdings nicht. Die KI-Übersetzer sind zwar im Vergleich zu früheren Tools bereits ziemlich gut, allerdings sind sprachliche Ungenauigkeiten durchaus noch immer häufig zu finden. Bei Gizmodo wurde teils wohl auch an der grundlegendsten Kontrolle gespart, sodass es teilweise auch vorkam, dass der Text mittendrin plötzlich wieder ins Englische wechselte.G/O Media gehört generell zu den Verlagen, die den Einsatz von KIs besonders bereitwillig vorantreiben. So wurden auf Gizmodo bereits vor einiger Zeit KI-generierte Artikel veröffentlicht, ohne dass die Redaktion darüber informiert wurde. Diese enthielten dann diverse inhaltliche Fehler.
Zusammenfassung
- US-Magazin Gizmodo entlässt komplette Redaktion für KI-Ersatz
- Betroffen ist die spanischsprachige Ausgabe des Magazins
- Entlassene Redakteure wurden per Videoanruf informiert
- Inhalte werden nun automatisch aus dem englischen übersetzt
- Hinweis auf automatische Übersetzung unter den Artikeln
- KI-Übersetzer nicht fehlerfrei, sprachliche Ungenauigkeiten
- Verlag G/O Media treibt Einsatz von KIs aktiv voran
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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