Zerschlagung der Werbemacht Google:
EU will neue Vorwürfe erheben
Google droht erneut eine Geldstrafe in Milliardenhöhe und mittlerweile sogar die Zerschlagung seines Goldesels in Form der Sparte für Online-Werbung. Die EU will laut einem Medienbericht schon morgen formelle Beschwerde einreichen, um dann wegen des Missbrauchs der Marktmacht gegen Google vorzugehen.
Wie der US-Wirtschaftsdienst Bloomberg berichtet, steht dem Internetkonzern Google und dessen Mutterunternehmen Alphabet erneut reichlich Ärger mit der Europäischen Union und ihren Wettbewerbswächtern ins Haus. Bereits am Mittwoch will die EU demnach neue Vorwürfe gegen Google/Alphabet erheben und damit zu einem weiteren Schlag gegen das Unternehmen ausholen.
Für Google und Alphabet sind die neuen Vorwürfe der EU vor allem deshalb problematisch, weil sie sich gegen den einträglichsten Geschäftszweig des Konzerns richten. Zwar verdient Alphabet mittlerweile auch mit anderen Aktivitäten Geld, doch stammen noch immer rund 80 Prozent des jährlichen Gesamtumsatzes aus der Vermarktung von Online-Werbeplätzen.
Die EU hat seit 2017 bereits in drei Fällen gigantische Geldstrafen gegen Google verhängt. Anfangs ging es um das AdSense-Programm, welches nach wie vor in Europa und weltweit die dominierende Plattform für die Vermarktung von Online-Werbung ist, dann um Google Shopping, bevor zuletzt eine Rekordstrafe von mehr als vier Milliarden Euro wegen des Missbrauchs der Marktmacht von Android folgte.
Für Google sind allerdings nicht unbedingt die enormen Summen ein Problem, die die EU verlangt. Stattdessen gilt es vor allem, die Aufspaltung von Unternehmen oder Abteilungen in kleinere, weniger gut positionierte Firmen oder den Verkauf von Unternehmensteilen zu verhindern, der von der EU ebenfalls erzwungen werden kann. Genau dies steht aber schon seit Jahren im Raum.
Siehe auch:
Art und Umfang des neuen Vorgehens der EU sind noch offen
Wie genau die neuen Vorwürfe der EU-Wettbewerbskommission aussehen sollen, ist bisher offenbar noch nicht bekannt. Mit der Veröffentlichung einer förmlichen Wettbewerbsbeschwerde geht ein langwieriger Prozess in die nächste Runde, an dessen Ende eine weitere Strafe in Höhe von mehreren Milliarden Euro stehen könnte. Allerdings hat Alphabet dabei auch die Möglichkeit, die Zahlung über viele Jahre hinauszuzögern und immer wieder gerichtlich anzugreifen.Für Google und Alphabet sind die neuen Vorwürfe der EU vor allem deshalb problematisch, weil sie sich gegen den einträglichsten Geschäftszweig des Konzerns richten. Zwar verdient Alphabet mittlerweile auch mit anderen Aktivitäten Geld, doch stammen noch immer rund 80 Prozent des jährlichen Gesamtumsatzes aus der Vermarktung von Online-Werbeplätzen.
Wettbewerbshüter ermitteln schon seit 2021
Die jüngsten Ermittlungen der EU-Wettbewerbshüter wegen möglicher Verstöße gegen die auf unserem Kontinent gültigen Gesetze zur Gewährleistung eines fairen Wettbewerbs laufen eigentlich schon seit 2021. Es geht dabei unter anderem darum, wie Google den Zugriff von Wettbewerbern auf Nutzerdaten für die Online-Werbung eingeschränkt haben könnte, während man gleichzeitig selbst weiterhin Zugriff auf diese für die Online-Werbung so wichtigen Daten hat.Die EU hat seit 2017 bereits in drei Fällen gigantische Geldstrafen gegen Google verhängt. Anfangs ging es um das AdSense-Programm, welches nach wie vor in Europa und weltweit die dominierende Plattform für die Vermarktung von Online-Werbung ist, dann um Google Shopping, bevor zuletzt eine Rekordstrafe von mehr als vier Milliarden Euro wegen des Missbrauchs der Marktmacht von Android folgte.
Für Google sind allerdings nicht unbedingt die enormen Summen ein Problem, die die EU verlangt. Stattdessen gilt es vor allem, die Aufspaltung von Unternehmen oder Abteilungen in kleinere, weniger gut positionierte Firmen oder den Verkauf von Unternehmensteilen zu verhindern, der von der EU ebenfalls erzwungen werden kann. Genau dies steht aber schon seit Jahren im Raum.
Zusammenfassung
- EU will formelle Beschwerde gegen Google einreichen
- Neue Vorwürfe können Milliardenstrafe nach sich ziehen
- Google verdient 80% Umsatz mit Online-Werbung
- EU ermittelt seit 2021 wegen Nutzerdatenzugriff
- Google hat bereits 3 Geldstrafen erhalten
- EU könnte Aufspaltung oder Verkauf von Unternehmensteilen erzwingen
Siehe auch:
- Play Store-Exklusivität: Google wird zu Kartellstrafe verurteilt
- Strafe kommt: Google hat in Kartellverfahren Beweise vernichtet
- Google-Fonts-Abmahnungen: Strafanzeige gegen "Datenschutzanwalt"
- Verunglimpfung des Militärs: Hohe Strafe für Google in Russland
- Google vs. Milliardenstrafe: Die EU behandelt uns wie Verbrecher!
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