Ägypten: Afrikas größter Windpark soll sich in zwei Jahren amortisieren
In Ägypten soll demnächst einer der leistungsfähigsten Windparks der Welt entstehen. Die Anfangsinvestitionen sind zwar hoch, doch sehr lohnenswert - da sie auf der anderen Seite die hohen Ausgaben für Erdgas drastisch reduzieren werden.
Über frühe Planungen für das Projekt hatte die ägyptische Regierung bereits im letzten Jahr auf der UN-Klimakonferenz COP27 in Sharm El Sheikh gesprochen. Jetzt konnten in Kairo die entscheidenden Verträge zwischen Regierungsbehörden, Betreibergesellschaften und Investoren unterzeichnet werden. Damit sind die wesentlichen Hürden überwunden und es kann losgehen. Einen wesentlichen Teil des Investitionsvolumens wird dabei von Partnern aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) gestemmt.
Der Windpark soll nach seinem Komplettausbau eine installierte Leistung von 10 Gigawatt aufweisen, was mehreren großen konventionellen Kraftwerken entspricht. Jährlich soll die Anlage dann rund 48 Milliarden Kilowattstunden Strom liefern. Das entspricht etwa einem Drittel des aktuellen Stromverbrauchs in dem Land. Man würde damit einen riesigen Schritt auf das Ziel, den Erneuerbaren-Anteil im Strommix auf 42 Prozent zu steigern, machen.
Dass das Kapital vor allem aus den VAE kommt, ist kein Zufall. Die Ölstaaten in der Golfregion sind sich darüber im Klaren, dass ihre bisher wichtigste Geldquelle, das Erdöl, in den kommenden Jahren immer stärker unter Druck gerät. Daher sucht man nach neuen, zukunftsfähigen Investitionen im Energiesektor. Allein die Abu Dhabi Future Energy Company, über die von staatlicher Seite der VAE die Transformation vorangetrieben wird, investiert auch schon in diverse andere Ökostromprojekte in Afrika.
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Der Windpark soll nach seinem Komplettausbau eine installierte Leistung von 10 Gigawatt aufweisen, was mehreren großen konventionellen Kraftwerken entspricht. Jährlich soll die Anlage dann rund 48 Milliarden Kilowattstunden Strom liefern. Das entspricht etwa einem Drittel des aktuellen Stromverbrauchs in dem Land. Man würde damit einen riesigen Schritt auf das Ziel, den Erneuerbaren-Anteil im Strommix auf 42 Prozent zu steigern, machen.
Wirtschaftlich ein Muss
Die Investitionskosten für die Anlage werden voraussichtlich bei rund 10 Milliarden Dollar liegen. Das klingt erst einmal nach einer stattlichen Summe. Allerdings werden sich die Ausgaben wohl kurzfristig amortisieren: Aktuell wird der überwiegende Teil des Stroms in Ägypten mit Erdgas produziert und die neue Anlage wird voraussichtlich eine Menge an Brennstoff einsparen, die einem Wert von rund 5 Milliarden Dollar im Jahr entspricht. Unter optimalen Bedingungen hätte man die Investitionen also binnen zwei Jahren wieder drin.Dass das Kapital vor allem aus den VAE kommt, ist kein Zufall. Die Ölstaaten in der Golfregion sind sich darüber im Klaren, dass ihre bisher wichtigste Geldquelle, das Erdöl, in den kommenden Jahren immer stärker unter Druck gerät. Daher sucht man nach neuen, zukunftsfähigen Investitionen im Energiesektor. Allein die Abu Dhabi Future Energy Company, über die von staatlicher Seite der VAE die Transformation vorangetrieben wird, investiert auch schon in diverse andere Ökostromprojekte in Afrika.
Zusammenfassung
- Ägypten errichtet leistungsfähigsten Windpark der Welt (10 GW)
- 48 Mrd. kWh Strom jährlich, entspricht einem Drittel des Stromverbrauchs
- Investitionen von 10 Mrd. Dollar, 5 Mrd. Dollar/Jahr gespartes Erdgas
- Investoren vor allem aus VAE, Suche nach zukunftsfähigen Investitionen
- Abu Dhabi Future Energy Company investiert in diverse Ökostromprojekte
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