Gazelle: Neue Schwimmplattform macht Offshore-Windkraft viel billiger

Die Nutzung von Offshore-Windkraft ist effizient, allerdings sind Bau und Betrieb der Anlagen nicht gerade einfach und billig. Ein irischer Hersteller hat jetzt eine neue Plattform entwickelt, die hier deutliche Fortschritte bringen soll.
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Anstatt die Höhe ihrer Turbinen zu verringern, eine breitere, stabilere Basis zu bauen oder eine völlig neue Methode zur Gewinnung von Windenergie zu entwickeln, hat sich Gazelle Wind Power dafür entschieden, unter die Oberfläche zu blicken, um Änderungen an Auftrieb und Flexibilität vorzunehmen.

Die neue Plattform muss zwar nach wie vor am Meeresboden verankert werden, doch sind die Ankerkabel bei Gazelle an drei Gelenkarmen angebracht, mit denen die Plattform mit der Bewegung des Meeres mitgeht. Um sicherzustellen, dass der Turbinenturm selbst an seiner Position bleibt, hängt ein Gegengewicht in der Mitte der Plattform. Nach Angaben der Entwickler wird so gewährleistet, dass die Neigung der Turbine auf weniger als fünf Grad reduziert wird, was nach Angaben des Unternehmens den Verschleiß des Turms erheblich verringert.

Gazelle: So sehen die neuen Offhore-Plattformen für Windkraft aus

Viel weniger Stahl

Trotz dieser Konstruktionsänderungen ist das Ergebnis ein Turbinensockel, der nach Angaben von Gazelle kleiner und leichter und im Vergleich zu herkömmlichen Halbtaucherkonstruktionen 30 Prozent billiger ist. "Die meisten Konkurrenten von Gazelle verwenden alte Lösungen aus der Öl- und Gasindustrie", sagte Technikchef Jason Wormald. Das bedeutet, dass viele andere Plattformdesigns "große Mengen an Stahl benötigen, ineffiziente Verankerungssysteme haben, die sich negativ auf den Meeresboden und die Meeresumwelt auswirken, und spezielle Schiffe, Kräne und Infrastruktur für die Montage und den Transport benötigen". Die neue Plattform wurde hingegen eigens für die Windkraft entwickelt.

Erste Praxistests mit dem neuen System sollen vor Portugal durchgeführt werden. Wenn sich dabei die bisherigen Prognosen bestätigten, wird man pro installiertem Gigawatt Leistung allein durch den geringeren Einsatz von Stahl rund 100 Kilotonnen CO2-Emissionen einsparen.

Zusammenfassung
  • Irischer Hersteller entwickelt neue Plattform für Offshore-Windkraft.
  • Plattform kleiner, leichter & 30% billiger als herkömmliche Konstruktionen.
  • Verringert Verschleiß des Turms & reduziert Neigung auf unter 5°.
  • Speziell für Windkraft entwickelt & erspart 100 t CO₂ pro GW.
  • Praxistests vor Portugal geplant.
  • Fortschritt in Effizienz & Umweltverträglichkeit.
  • Ermöglicht Kosteneinsparungen.

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