Wiederverwendbare Raketen:
Europa hängt über zehn Jahre zurück
Wiederverwendbare Raketenstufen sind eine der Erfolgsgarantien für das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX. Der europäische Konkurrent Arianespace wird solche Systeme frühestens im kommenden Jahrzehnt anbieten können, räumte deren Chef jetzt ein.
Arianespace bereitet derzeit seine Ariane-6-Rakete nach jahrelangen Verzögerungen für einen Testflug vor. Das europäische Arbeitspferd Ariane 5, das inzwischen seit fast 30 Jahren im Einsatz ist, hat kürzlich die Jupiter-Mission JUICE auf den Weg gebracht. Vor der endgültigen Ausmusterung wird es auch nur noch einen weiteren Flug geben.
Die Ariane 6 wird erneut ein Einwegsystem sein, berichtet European Spaceflight. Die Entwicklung begann bereits vor fast einem Jahrzehnt und die Wiederverwendbarkeit stand da noch nicht im Anforderungs-Katalog. Allerdings wurde zu dieser Zeit schon in den USA an entsprechenden Systemen geforscht - vor allem von SpaceX.
Dieses Problem wurde auch in einem kürzlich erschienenen Bericht einer unabhängigen Beratergruppe der Europäischen Weltraumorganisation ESA hervorgehoben. Israël erklärte, dass die Ariane 6 seiner Meinung nach nun mehr als zehn Jahre fliegen werde, bevor Europa dann irgendwann in den 2030er-Jahren zu einem wiederverwendbaren Nachfolger übergeht.
Neben Arianespace fördert Europa derzeit eine Reihe privater Raketenunternehmen, darunter Rocket Factory Augsburg, Isar Aerospace, PLD Space und Skyrora, wobei einige dieser Launcher wiederverwendbar sein sollen. Allerdings handelt es sich bei den in der Entwicklung befindlichen Raketen um leichte Systeme, während die Ariane 6 und ihr möglicher Nachfolger wesentlich leistungsfähigere mittelschwere Launcher sind.
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Die Ariane 6 wird erneut ein Einwegsystem sein, berichtet European Spaceflight. Die Entwicklung begann bereits vor fast einem Jahrzehnt und die Wiederverwendbarkeit stand da noch nicht im Anforderungs-Katalog. Allerdings wurde zu dieser Zeit schon in den USA an entsprechenden Systemen geforscht - vor allem von SpaceX.
Verzögerungen haben Folgen
"Als die Entscheidungen für die Ariane 6 getroffen wurden, taten wir dies mit den Technologien, die für die schnelle Einführung einer neuen Rakete zur Verfügung standen", sagte Arianespace-CEO Stéphane Israël laut European Spaceflight. Das Launcher-System sollte auch schon deutlich früher zur Verfügung stehen. Die Verzögerungen führen nun dazu, dass man wohl noch viele Jahre hinter dem Stand der Raumfahrt-Technik bei der Konkurrenz hinterherhinken wird.Dieses Problem wurde auch in einem kürzlich erschienenen Bericht einer unabhängigen Beratergruppe der Europäischen Weltraumorganisation ESA hervorgehoben. Israël erklärte, dass die Ariane 6 seiner Meinung nach nun mehr als zehn Jahre fliegen werde, bevor Europa dann irgendwann in den 2030er-Jahren zu einem wiederverwendbaren Nachfolger übergeht.
Neben Arianespace fördert Europa derzeit eine Reihe privater Raketenunternehmen, darunter Rocket Factory Augsburg, Isar Aerospace, PLD Space und Skyrora, wobei einige dieser Launcher wiederverwendbar sein sollen. Allerdings handelt es sich bei den in der Entwicklung befindlichen Raketen um leichte Systeme, während die Ariane 6 und ihr möglicher Nachfolger wesentlich leistungsfähigere mittelschwere Launcher sind.
Zusammenfassung
- Arianespace führt erst im nächsten Jahrzehnt wiederverwendbare Raketen ein.
- Entwicklung der Ariane 6 begann vor fast einem Jahrzehnt.
- Verzögerungen führen zu langsamem Fortschritt im Vergleich zu SpaceX.
- ESA-Bericht weist auf Probleme hin, Ariane 6 mind. 10 Jahre im Einsatz.
- Europa fördert private Raketenunternehmen, leichte Systeme.
- Ariane 6 und möglicher Nachfolger leistungsfähige mittelschwere Launcher.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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