Meeresspiegelanstieg massiv unterschätzt:
Polarschmelze macht Sorgen
Wird die Erde wärmer, steigt der Meeresspiegel. Ein entscheidender Faktor bei dieser Rechnung ist das Polareis. Eine neue Studie schlägt jetzt genau hier Alarm. Demnach ist das Ausmaß des künftigen Meeresspiegelanstiegs bisher wohl deutlich unterschätzt worden.
Das Fazit der Gletscherforscher: Die Ergebnisse könnten darauf hindeuten, dass Wissenschaftler bisher "erheblich unterschätzt haben", wie sich der Rückgang des Polareises auf den Anstieg des Meeresspiegels auswirkt. Basis für diese Erkenntnis sind Auswertungen von Satellitenradardaten der Grundlinie - also genau dem Bereich, wo sich das Eis des Gletschers vom Festland löst und zu schwimmen beginnt. Wie das Team schreibt, konnte während des Gezeitenzyklus eine extreme Verschiebung dieser Linie beobachtet werden.
Laut Ciraci lassen sich die Ergebnisse seines Teams auf fast alle Gletscher übertragen, die im Ozean münden - das umschließt die Eismasse Nordgrönlands und der gesamten Antarktis. In ihrem Artikel, der in den Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht wurde, liefern die Wissenschaftler eine klare Rechnung: Die Prognosen für den Anstieg des Meeresspiegels haben diesen um bis zu 200 Prozent unterschätzt.
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Bisher unbekannte Interaktion zwischen Eis und Meer beobachtet
Klimaforscher sind sich weitgehend über die Folgen der Erderwärmung einig - ohne schnelles Einlenken drohen dramatische globale Entwicklungen. Was die Welt im Detail erwartet, wenn der menschengemachte Klimawandel nicht aufgehalten wird, ist Gegenstand unzähliger Forschungsprojekte. Forscher der University of California und des Jet Propulsion Laboratory der NASA haben jetzt bei einer Untersuchung des Petermann-Gletschers im Nordwesten Grönlands eine bisher unbekannte Interaktion zwischen Eis und Meer beobachtet.Das Fazit der Gletscherforscher: Die Ergebnisse könnten darauf hindeuten, dass Wissenschaftler bisher "erheblich unterschätzt haben", wie sich der Rückgang des Polareises auf den Anstieg des Meeresspiegels auswirkt. Basis für diese Erkenntnis sind Auswertungen von Satellitenradardaten der Grundlinie - also genau dem Bereich, wo sich das Eis des Gletschers vom Festland löst und zu schwimmen beginnt. Wie das Team schreibt, konnte während des Gezeitenzyklus eine extreme Verschiebung dieser Linie beobachtet werden.
Meeresspiegelanstieg um bis zu 200 Prozent unterschätzt
"Petermanns Grundlinie könnte man eher als Grundzone bezeichnen, denn sie wandert zwischen 2 und 6 Kilometern, wenn die Gezeiten ein und aus gehen", so der Hauptautor Enrico Ciraci, UCI-Assistenzspezialist für Erdsystemwissenschaften und NASA-Postdoktorand laut Phys. "Das ist eine Größenordnung größer als (...) erwartet." Genau diese Dynamik findet in aktuellen Modellen aber keine Berücksichtigung.Laut Ciraci lassen sich die Ergebnisse seines Teams auf fast alle Gletscher übertragen, die im Ozean münden - das umschließt die Eismasse Nordgrönlands und der gesamten Antarktis. In ihrem Artikel, der in den Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht wurde, liefern die Wissenschaftler eine klare Rechnung: Die Prognosen für den Anstieg des Meeresspiegels haben diesen um bis zu 200 Prozent unterschätzt.
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