Russische Propaganda-Accounts werden nur selten erkannt
Die Manipulationen in sozialen Medien und in Suchmaschinen-Rankings durch russische Regierungsstellen läuft weitaus erfolgreicher, als man gemeinhin annimmt. Nur wenige dafür eingesetzte Accounts werden von den Plattform-Betreibern erkannt und gesperrt.
Seit Jahren führen die westlichen Internetunternehmen einen Kampf gegen die russischen Propagandafabriken. Es gibt dabei zwar durchaus die ganz normale und plumpe Verbreitung von Lügen, die sich recht einfach erkennen und bekämpfen lässt, in der überwiegenden Zahl der Fälle versucht man aber mit relativ subtilen Manipulationen eine Spaltung und Polarisierung der Gesellschaft voranzutreiben.
Und dabei ist man offenbar ziemlich erfolgreich. In Dokumenten, die jetzt an die Öffentlichkeit gekommen sind, prahlen Insider damit, dass gerade einmal 1 Prozent der gefälschten Profile von den Plattformbetreibern erkannt werden. Das geht aus einem Bericht der Washington Post hervor. Demnach stammen die Informationen aus der Sammlung an US-Geheimdienst-Unterlagen, die über die Discord-Plattfom öffentlich wurden.
Die 1-Prozent-Angabe sei dabei zwar sicherlich übertrieben, aber es sei kaum zu bestreiten, dass bei einem genaueren Blick tatsächlich unzählige Accounts daran beteiligt sind, gewünschte Narrative zu verbreiten. Das zeigt sich nicht nur in den Diskussionen, die auf den Social-Media-Plattformen über den Krieg in der Ukraine stattfinden. Auch in der Coronapandemie wurden massiv Fehlinformationen und Zweifel gesät.
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Und dabei ist man offenbar ziemlich erfolgreich. In Dokumenten, die jetzt an die Öffentlichkeit gekommen sind, prahlen Insider damit, dass gerade einmal 1 Prozent der gefälschten Profile von den Plattformbetreibern erkannt werden. Das geht aus einem Bericht der Washington Post hervor. Demnach stammen die Informationen aus der Sammlung an US-Geheimdienst-Unterlagen, die über die Discord-Plattfom öffentlich wurden.
Übertrieben, aber trendig
Allerdings sollte man die Angaben nicht zu ernst nehmen, da sie ihrerseits eben auch wieder einen Zweck erfüllen: In der Berichterstattung der russischen staatlichen Organe werden regelmäßig geschönte Zahlen nach oben gemeldet. Trotzdem steckt eben auch ein Körnchen Wahrheit in den Analysen. Die russische Social Media-Manipulation ist schon länger Thema. "Google, Meta und andere versuchen, dies zu verhindern, und Russland versucht, besser zu werden. Die hier angeführte Zahl deutet darauf hin, dass Russland gewinnt", kommentierte Professor Thomas Rid von der Johns Hopkins University.Die 1-Prozent-Angabe sei dabei zwar sicherlich übertrieben, aber es sei kaum zu bestreiten, dass bei einem genaueren Blick tatsächlich unzählige Accounts daran beteiligt sind, gewünschte Narrative zu verbreiten. Das zeigt sich nicht nur in den Diskussionen, die auf den Social-Media-Plattformen über den Krieg in der Ukraine stattfinden. Auch in der Coronapandemie wurden massiv Fehlinformationen und Zweifel gesät.
Zusammenfassung
- Russische Regierungsstellen manipulieren Medien & Suchmaschinen-Rankings
- Nur 1% der gefälschten Profile erkannt & gesperrt
- Westliche Internetunternehmen kämpfen gegen Propagandafabriken
- Erfolgreiche Manipulationen führen zu Polarisierung & Spaltung
- Insider prahlen mit hoher Erfolgsquote
- Coronapandemie: Massiver Einsatz von Fehlinformationen & Zweifeln
- Experten: Russland gewinnt Kampf gegen Manipulationen
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