Apple Music: Konzern verliert Namensstreit gegen einen Trompeter
Viel Geld und Macht sind noch lange keine Garantie, sich vor Gericht durchsetzen zu können. Das musste nun auch Apple lernen. Im Streit um den Markennamen für seinen Musik-Streamingdienst steckte das Unternehmen nun einen herben Rückschlag ein.
Die Anmeldung des Markennamens "Apple Music" wurde durch einen Musiker angefochten. Es handelt sich um den Jazz-Trompeter Charles Bertini. Dieser argumentierte, dass bei der Namenswahl Apples Verwechslungsgefahr zu seiner Marke "Apple Jazz" bestehe. Mit dieser arbeitet er seit dem Jahr 1985 und vermarkte unter dem Begriff beispielsweise seine Live-Auftritte, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.
Allerdings ist die ganze Auseinandersetzung vielschichtiger, als es im ersten Moment aussieht. Im nun ergangenen Urteil bezieht sich das Gericht vor allem darauf, dass Apple Music auch für die Nutzung im Zusammenhang mit Live-Events registriert wurde. Das beißt sich tatsächlich mit Apple Jazz - und hier kommt dann der frühere Zeitpunkt zum Tragen, an dem der Trompeter seine Marke schützte. Apple Music ist immerhin erst einige Jahre alt.
Entsprechend flammte die Auseinandersetzung erneut auf, als Apple Jahre später dann iTunes startete und über diese Plattform Musik verkaufte. Das inzwischen extrem solvente US-Unternehmen beendete den Streit schließlich in einem kompletten Kauf der Beatles-Marke, womit man nun über sehr lange Markenrechte für den Begriff Apple in Verbindung mit Musik verfügte. Dass nun ein einzelner Trompeter erfolgreich dagegen angehen kann, hatte in Cupertino vermutlich niemand erwartet.
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Allerdings ist die ganze Auseinandersetzung vielschichtiger, als es im ersten Moment aussieht. Im nun ergangenen Urteil bezieht sich das Gericht vor allem darauf, dass Apple Music auch für die Nutzung im Zusammenhang mit Live-Events registriert wurde. Das beißt sich tatsächlich mit Apple Jazz - und hier kommt dann der frühere Zeitpunkt zum Tragen, an dem der Trompeter seine Marke schützte. Apple Music ist immerhin erst einige Jahre alt.
Lange Geschichte
In der ersten Instanz fiel die Entscheidung noch zugunsten Apples aus. Denn der Name Apple ist schon sehr lange eng mit Musik verbunden. Ursprünglich gehörte er in diesem Zusammenhang zur Londoner Firma Apple Corp. Dieses wurde von den Mitgliedern der Beatles gegründet, um die Alben und sonstigen Produktionen der Band zu vermarkten. Entsprechend kam es hier dann zu einem Rechtsstreit mit Apple, in deren Folge sich der US-Konzern mit der britischen Firma darauf einigte, die Marke weiter nutzen zu können, sich aber komplett aus dem Musik-Sektor herauszuhalten.Entsprechend flammte die Auseinandersetzung erneut auf, als Apple Jahre später dann iTunes startete und über diese Plattform Musik verkaufte. Das inzwischen extrem solvente US-Unternehmen beendete den Streit schließlich in einem kompletten Kauf der Beatles-Marke, womit man nun über sehr lange Markenrechte für den Begriff Apple in Verbindung mit Musik verfügte. Dass nun ein einzelner Trompeter erfolgreich dagegen angehen kann, hatte in Cupertino vermutlich niemand erwartet.
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Zusammenfassung
- Apple muss Rückschlag im Streit um Markennamen "Apple Music" einstecken.
- Jazz-Trompeter Charles Bertini argumentiert Verwechslungsgefahr mit Marke "Apple Jazz".
- Gericht bezieht sich auf Nutzung im Zusammenhang mit Live-Events.
- Apple hatte früher Streit mit Londoner Firma Apple Corp.
- US-Unternehmen beendete Streit schließlich mit Kauf der Beatles-Marke.
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