Startup will Flugzeug bauen, das Passagiere mit Mach 9 transportiert
Fliegen hat einen immer schlechteren Ruf, denn vor allem Kurzstreckenflüge werden als überflüssig und Klimakiller gesehen - und da ist sicher was dran. Ein Startup will aber die Lang- zur Kurzstrecke machen, und zwar mit einem Jet, der neunfache Schallgeschwindigkeit erreicht.
Mach 9. Das ist die Ansage oder besser gesagt das Ziel, das sich ein Unternehmen namens Venus Aerospace gesetzt hat. Das vom Ehepaar Andrew und Sassie Duggleby gegründete Startup will diese Geschwindigkeit nicht nur erreichen, sondern auch zum Beinahe-Alltag beim Reisen machen. Die Frage, was das bewirken würde, hat Sassie Duggleby gegenüber Ars Technica gestellt: "Wie sehr verändert sich die Welt, wenn man in einer Stunde überall hinkommen kann?"
Venus Aerospace will das mit einem vermeintlich simplen, aber "radikal" unterschiedlichen Flugprofil erreichen: Denn nach dem Start soll das Flugzeug seine Raketentriebwerke für zehn Minuten zünden und auf diese Weise eine Höhe von rund 50 Kilometern erreichen - es soll also am Weltraum kratzen (der Weltraum beginnt bei etwa 100 Kilometern).
Starts sollen am Anfang bis zu viermal pro Tag möglich sein. Beim Treibstoff soll es sich um eine gar nicht mal so ausgefallene Mischung aus Wasserstoffperoxid und normalen Düsenjettreibstoff handeln. Damit das überhaupt funktioniert, soll ein neuartiges Triebwerk zum Einsatz kommen, das auf "rotierenden Detonationen" basiert.
So genannte RDEs sind kein allzu neues Konzept: Dabei handelt es sich um einen Motor, der eine Form der Druckverstärkungsverbrennung verwendet, bei der sich eine oder mehrere Detonationen kontinuierlich um einen ringförmigen Kanal bewegen. Damit lässt sich eine rund zehnprozentige Steigerung der Treibstoffeffizienz erreichen.
Die ersten Tests von Venus Aerospace erfolgen mit Drohnen, Anfang 2024 will man eine Geschwindigkeit von Mach 3 erreichen und diese kontinuierlich steigern. So weit, bis man rund ein Dutzend Passagiere mit einer Geschwindigkeit von rund 11.000 km/h transportieren kann.
Siehe auch:
Mach 9 sind das Maximum
Das klingt zunächst natürlich zu gut, um wahr zu sein, denn Mach 9 ist ein regelrecht astronomisches Ziel. Denn der aktuelle Rekord liegt bei Mach 3,2, diesen hat die Lockheed SR-71 alias "Blackbird" aufgestellt. Die Concorde erreichte seinerzeit maximal Mach 2, das sind 2100 km/h. Mach 9 sind übrigens auch das theoretische Maximum, denn bei einer höheren Geschwindigkeit verliert man die Verbindung zum Boden, da das Fahrzeug wie bei einem Raumschiff von Plasma umhüllt wird.Venus Aerospace will das mit einem vermeintlich simplen, aber "radikal" unterschiedlichen Flugprofil erreichen: Denn nach dem Start soll das Flugzeug seine Raketentriebwerke für zehn Minuten zünden und auf diese Weise eine Höhe von rund 50 Kilometern erreichen - es soll also am Weltraum kratzen (der Weltraum beginnt bei etwa 100 Kilometern).
Starts sollen am Anfang bis zu viermal pro Tag möglich sein. Beim Treibstoff soll es sich um eine gar nicht mal so ausgefallene Mischung aus Wasserstoffperoxid und normalen Düsenjettreibstoff handeln. Damit das überhaupt funktioniert, soll ein neuartiges Triebwerk zum Einsatz kommen, das auf "rotierenden Detonationen" basiert.
So genannte RDEs sind kein allzu neues Konzept: Dabei handelt es sich um einen Motor, der eine Form der Druckverstärkungsverbrennung verwendet, bei der sich eine oder mehrere Detonationen kontinuierlich um einen ringförmigen Kanal bewegen. Damit lässt sich eine rund zehnprozentige Steigerung der Treibstoffeffizienz erreichen.
Die ersten Tests von Venus Aerospace erfolgen mit Drohnen, Anfang 2024 will man eine Geschwindigkeit von Mach 3 erreichen und diese kontinuierlich steigern. So weit, bis man rund ein Dutzend Passagiere mit einer Geschwindigkeit von rund 11.000 km/h transportieren kann.
Siehe auch:
- Jungfernflug: Erstes Elektro-Passagierflugzeug mit Wasserstoff getestet
- Flight Simulator: Im Krieg zerstörtes weltgrößtes Flugzeug kehrt zurück
- Pyka Pelican Cargo: Batterie-elektrisches Frachtflugzeug vorgestellt
- Rolls-Royce zeigt erstes Flugzeugtriebwerk mit Wasserstoffantrieb
- Starlink Aviation: Schnelles Internet in Flugzeugen kommt jetzt auch
Zusammenfassung
- Venus Aerospace will mit einem Jet neunfache Schallgeschwindigkeit erreichen und zum Beinahe-Alltag beim Reisen machen.
- Nach dem Start soll das Flugzeug seine Raketentriebwerke für zehn Minuten zünden & auf 50 km Höhe gelangen.
- Treibstoff: Wasserstoffperoxid & Düsenjettreibstoff.
- Neuartiges Triebwerk basiert auf "rotierenden Detonationen" für zehnprozentige Treibstoffeffizienzsteigerung.
- Erste Tests mit Drohnen, Anfang 2024 Mach 3 erreichen.
- Am Ende 11.000 km/h für 12 Passagiere.
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