Chatbot Ernie enttäuscht:
Suchmaschinengigant Baidu abgehängt
Der chinesische Suchmaschinengigant Baidu hat seine Antwort auf den stetig verbesserten ChatGPT-Dienst von OpenAI vorgestellt. Die jüngsten raschen Entwicklungen bei der Konkurrenz führten zu einer vorgezogenen Ankündigung und einem leicht verhagelten Start.
Baidu-Chef Robin Li hätte wohl gern noch mehr Zeit gehabt, bis er die neueste Version des Chatbots Ernie präsentiert hätte. Es lief aber anders und so zeigte sich Li auf der Bühne bei der Vorstellung selbst nicht überzeugt: "Wir können beileibe nicht behaupten, dass es perfekt ist", so der Baidu-Chef. "Warum also stellen wir es heute vor? Weil der Markt es verlangt."
Baidu sah sich unter Druck, da Microsoft und Google bereits vorgelegt haben und die neuen Funktionen der Chatbots für Schlagzeilen sorgen. Die Baidu-Version Ernie wurde nun erst einmal in verschiedenen Video-Vorstellungen präsentiert. Ernie ist die Abkürzung für Enhanced Representation through Knowledge Integration, hat also nichts mit der Sesamstraße zu tun. Die zufällige Namensähnlichkeit bringt dem Konzern aber zumindest Sympathiepunkte.
Ernie kann zudem chinesische Dialekte verstehen und in diesen antworten. Beim neuen Event fasste Ernie einen chinesischen Science-Fiction-Roman zusammen und machte Vorschläge, wie das Buch weitergeschrieben werden könnte. Baidu hat an seinem Bot in den letzten zehn Jahren gearbeitet und eine erste Präsentation im Jahr 2019 gezeigt. Laut Robin Li soll die neue Ernie-Version über Fähigkeiten verfügen, die denen von GPT-4 nahekommen. Investoren waren aber nach der Vorstellung noch nicht begeistert und straften den Konzern an der Börse ab.
Dennoch gibt es laut Li auch schon Erfolge zu verbuchen: Bereits über 650 Unternehmen hätten sich demnach für die Nutzung der Ernie-Bot-Technologie angemeldet.
Siehe auch:
Baidu sah sich unter Druck, da Microsoft und Google bereits vorgelegt haben und die neuen Funktionen der Chatbots für Schlagzeilen sorgen. Die Baidu-Version Ernie wurde nun erst einmal in verschiedenen Video-Vorstellungen präsentiert. Ernie ist die Abkürzung für Enhanced Representation through Knowledge Integration, hat also nichts mit der Sesamstraße zu tun. Die zufällige Namensähnlichkeit bringt dem Konzern aber zumindest Sympathiepunkte.
Fokus auf chinesische Anfragen
Ernie ist dabei, anders als die bisher vorgestellten Chatbots, hauptsächlich auf den chinesischen Markt ausgerichtet und wurde dementsprechend mit über 550 Milliarden relevanten Fakten in seinem Wissensgraphen gefüttert.Ernie kann zudem chinesische Dialekte verstehen und in diesen antworten. Beim neuen Event fasste Ernie einen chinesischen Science-Fiction-Roman zusammen und machte Vorschläge, wie das Buch weitergeschrieben werden könnte. Baidu hat an seinem Bot in den letzten zehn Jahren gearbeitet und eine erste Präsentation im Jahr 2019 gezeigt. Laut Robin Li soll die neue Ernie-Version über Fähigkeiten verfügen, die denen von GPT-4 nahekommen. Investoren waren aber nach der Vorstellung noch nicht begeistert und straften den Konzern an der Börse ab.
Dennoch gibt es laut Li auch schon Erfolge zu verbuchen: Bereits über 650 Unternehmen hätten sich demnach für die Nutzung der Ernie-Bot-Technologie angemeldet.
Zusammenfassung
- Baidu präsentiert Ernie, einen Chatbot für den chinesischen Markt.
- Ernie kann auch chinesische Dialekte verstehen und darin antworten.
- Entwicklung begann vor 10 Jahren, 1. Präsentation im Jahr 2019.
- Ernie soll Fähigkeiten von GPT-4 nahekommen.
- Investoren nicht begeistert, Baidu an Börse abgestraft.
- 650 Unternehmen wollen Ernie-Bot-Technologie nutzen.
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