Atomic Heart: Ukraine fordert Verbot und Boykott des Shooters

Seit dieser Woche ist Atomic Heart erhältlich und findet bei Gamern und Kritikern Anklang. Der Shooter wird gerne als geistiger Nachfolger von Titeln wie BioShock umschrieben, vor allem wegen dessen einzigartiger Atmosphäre und alternativer Geschichte. Doch es gibt auch Kritik. Die Besonderheit von Atomic Heart ist u. a. die Tatsache, dass der Titel in einer alternativen Sowjetunion spielt. In dieser Story wurden die Nazis zwar früher besiegt, es fielen aber auch Millionen Menschen einer "braunen Pest" zum Opfer. Die internationale Völkergemeinschaft musste daraufhin zu sowjetischen Robotern greifen, weil die Menschheit so dezimiert war. Die steuert aber eine KI und was machen KIs früher oder später in Spielen? Richtig, sie drehen durch.

Protest bei Sony, Microsoft und Valve

Zur Geschichte von Atomic Heart gibt es bereits diverse Stimmen, dass hier das sowjetische Regime ein Stück weit verherrlicht wird, aber das ist nicht das einzige Thema, warum das Spiel in der Ukraine gerade alles andere als gut ankommt. Denn die Ukraine hat laut Dev.ua bekannt gegeben (Übersetzung per DeepL), dass man ein offizielles Schreiben an Sony, Microsoft und Valve senden wird, "mit der Bitte, den Verkauf von digitalen Versionen des Spiels in der Ukraine komplett zu verbieten".


Im Mittelpunkt der Debatte steht der russische Entwickler Mundfish: Diesem wird vorgeworfen, sich nicht vom russischen Angriff auf die Ukraine zu distanzieren und auch direkte Kontakte zum russischen Staat und dem Putin-Regime zu haben.

Der stellvertretende Minister für digitale Transformation der Ukraine, Oleksandr Boryakov, sagte dazu: "Wir fordern, den Vertrieb dieses Spiels auch in anderen Ländern einzuschränken, da es toxisch ist, potenziell Nutzerdaten sammelt und diese an Dritte in Russland weitergeben kann. Das Geld, das durch den Kauf des Spiels eingenommen wird, könnte auch für die Kriegsführung gegen die Ukraine zum Einsatz kommen."

Laut dem ukrainischen Regierungsvertreter sei das Spiel Medienberichten zufolge mit Geld entwickelt worden, das von sanktionierten russischen Unternehmen (konkret wird hier Gazprom genannt) und Banken stammt und für die russische Regierung systemrelevant ist. Boryakov ruft westliche Spieler dazu auf, Atomic Heart auch deshalb zu ignorieren, da das Spiel "die kommunistische Ideologie, die Sowjetunion und den KGB romantisiert".

Zusammenfassung
  • Atomic Heart erhält viel Zuspruch, aber es gibt auch Kritik.
  • Gespielt wird in alternativer Sowjetunion.
  • Ukraine verlangt, Verkauf zu verbieten.
  • Entwickler hat Kontakte zum Putin-Regime und sammelt Nutzerdaten.
  • Geld für Entwicklung kam von sanktionierten russ. Unternehmen.
  • Spiel romantisiert kommunistische Ideologie, Sowjetunion und KGB.
  • Westliche Spieler werden aufgerufen, Atomic Heart zu ignorieren.

Siehe auch:


Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!