Iranische Drohnen in der Ukraine enthalten viele westliche Bauteile

Die bestehenden Technologie-Embargos für den Handel westlicher Firmen mit dem Iran haben noch viel Potenzial für weitere Verschärfungen. Das zeigen Analysen von Drohnen, die durch die ukrainische Luftabwehr abgeschossen wurden.
überwachung, Drohne, Spionage, Militär, Krieg, Bundeswehr, Armee, US Army, Soldaten, Soldat, Us Armee, Drohnenabwehr, Aufklärung, Flecktarn, War, Drohnenangriff, Elitesoldaten
In einer Drohne, die Ende letzten Jahres vom Himmel geholt wurde, hat man Bauteile von einem Dutzend Unternehmen gefunden, die in den USA oder anderen westlichen Industriestaaten ansässig sind. Die Analyse wurde durch den ukrainischen Geheimdienst durchgeführt, der daraus entstandene Bericht wurde über die Regierung des Landes dann an die Administration der USA weitergeleitet und liegt auch den Kollegen des US-Senders CNN vor.

Das zeigt, wie stark die Technologie- und Rüstungs-Industrie im Iran noch immer mit Importen aus dem Westen arbeitet. Entsprechend groß ist natürlich das Potenzial, der Ukraine zu helfen, indem der Verkauf entsprechender Komponenten stärker unterbunden wird. Denn ein großer Teil der Luftangriffe auf zivile Infrastrukturen in der Ukraine führt das russische Militär mit Drohnen aus dem Iran durch. Härtere Sanktionen könnten hier aber auch den Druck auf das klerikal-faschistische Regime des Iran erhöhen, das seit Monaten blutig gegen vor allem junge Einwohner vorgeht.


Embargo ist nicht einfach

Aus einer Shahed-136-Drohne holten die ukrainischen Analysten 52 Bauteile heraus, die nicht im Iran produziert wurden. Dem Vernehmen nach stammten 40 von diesen von 13 verschiedenen Herstellern aus den USA. 12 weitere Komponenten ließen sich auf Unternehmen aus Kanada, der Schweiz, Japan, Taiwan und China zurückführen. Es geht dabei um kleinere Halbleiter-Komponenten, GPS-Module und auch Motoren.

Allerdings dürfte es sich in den seltensten Fällen um direkte Lieferungen an Kunden im Iran handeln. Vielmehr dürften die Bauteile über mehrere Zwischenhändler im Iran landen. Um Embargo-Maßnahmen besser durchzusetzen, müssten also vor allem die Lieferketten einer strengeren Überwachung unterworfen werden - was selbst für die USA alleine schwer umzusetzen ist - hier ist also eine internationale Koordination geboten.

Siehe auch:

Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!