Wo die Sonne nie scheint:
Erster Blick in die ewigen Mond-Schatten
Manche Regionen des Mondes liegen in ewigem Schatten. Mit der ShadowCam macht sich die NASA daran, Licht in das Dunkel der eisigen Mondkrater zu bringen. Die Mission schafft dabei nicht nur einzigartige Eindrücke, sondern wichtige Grundlagen für die zukünftige Erkundung.
Bisher sah man nur den Rand...
... jetzt zeigt sich der Kraterboden
Auf dem Mond werden polnahe Vertiefungen nie direkt von der Sonne angestrahlt - das liegt an der geringen Neigung der Drehachse des Mondes von nur 1,5 Grad. Der Vorläufer der ShadowCam, die Lunar Reconnaissance Orbiter Camera (LROC), hatte fast den gesamten Mond im Metermaßstab abgebildet, mit Ausnahme der permanent abgeschatteten Regionen. Die Mission soll diese Lücke jetzt mit einem rund 200-mal lichtempfindlicheren Sensor schließen. "Im Vergleich mit Fotografie wäre dies so, als würde man von ISO 100 auf mehr als 12.800 erhöhen, ohne dass die Körnung zunimmt", so Robinson.
Im Bild zu sehen: Die lange Reise eines Felsbrockens ins Dunkel
Details im Bild, auf die Robinson hinweist: Im oberen Viertel zeigt sich der Fuß der Krater-Steilwand, der Rest des Bildes wird von hügeligem Kraterboden eingenommen. In der oberen Bildhälfte, mit einem Pfeil markiert: die Spur eines Felsens, rund 5 Meter im Durchmesser, der offenbar mehrere hundert Meter den Abhang heruntergerollt war.
Siehe auch:
Dahin sehen, wo die Sonne nie scheint
Seit Dezember 2022 kreist die koreanische Sonde Danuri um den Mond. Eines der sechs Instrumente an Bord: die von der NASA finanzierte ShadowCam. Wie der Name andeutet, darf dieses Instrument die dauerhaft abgeschatteten Regionen in der Nähe der Pole unseres Trabanten genauer untersuchen. Mark Robinson, Wissenschaftler an der Arizona State University, beschreibt jetzt in einem spannenden Beitrag (via Futurezone), was seinem Team bei dem ersten Blick in das ewige Dunkel des Shackleton-Kraters (21 km Durchmesser) ins Auge gefallen ist.
Bisher sah man nur den Rand...
... jetzt zeigt sich der Kraterboden
Auf dem Mond werden polnahe Vertiefungen nie direkt von der Sonne angestrahlt - das liegt an der geringen Neigung der Drehachse des Mondes von nur 1,5 Grad. Der Vorläufer der ShadowCam, die Lunar Reconnaissance Orbiter Camera (LROC), hatte fast den gesamten Mond im Metermaßstab abgebildet, mit Ausnahme der permanent abgeschatteten Regionen. Die Mission soll diese Lücke jetzt mit einem rund 200-mal lichtempfindlicheren Sensor schließen. "Im Vergleich mit Fotografie wäre dies so, als würde man von ISO 100 auf mehr als 12.800 erhöhen, ohne dass die Körnung zunimmt", so Robinson.
Erster Test rollt gut
Der Krater Shackleton bietet sich dabei als erstes Ziel für die ShadowCam an, weil auch LROC hier seine ersten Aufnahmen angefertigt hatte. Die Vorgängermission hatte dabei nur den Kraterrand abbilden können. Jetzt zeigt sich auf den neuen Aufnahmen erstmals das sonst durch den dauerhaften Schatten verborgenen Innere. Der Kraterrand ist auf dieser Aufnahme wiederum nicht zu sehen. ShadowCams Sensor ist für die Abbildung der hellen Regionen zu empfindlich.
Im Bild zu sehen: Die lange Reise eines Felsbrockens ins Dunkel
Details im Bild, auf die Robinson hinweist: Im oberen Viertel zeigt sich der Fuß der Krater-Steilwand, der Rest des Bildes wird von hügeligem Kraterboden eingenommen. In der oberen Bildhälfte, mit einem Pfeil markiert: die Spur eines Felsens, rund 5 Meter im Durchmesser, der offenbar mehrere hundert Meter den Abhang heruntergerollt war.Siehe auch:
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