EAST: China baut erstes optisches Riesen-Teleskop im Osten

In China will man mit dem Bau eines riesigen optischen Teleskops beginnen, bei dessen Konstruktion man durchaus Anleihen am kürzlich in Betrieb gegangenen James Webb Space Telescope nimmt - allerdings bleibt man beim neuen System auf dem Boden.
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Das neue System wird als Expanding Aperture Segmented Telescope (EAST) bezeichnet. Das Teleskop wird also so konstruiert, dass es erweiterbar ist. Im Jahr 2024 soll es mit einem Spiegel mit einem Durchmesser von sechs Metern in Betrieb gehen. Bis zum Jahr 2030 will man es dann auf acht Meter erweitern und die Lichtausbeute so weiter erhöhen. Möglich wird dies, weil der Spiegel sich ähnlich wie beim James Webb aus mehreren wabenförmigen Einzelelementen zusammensetzt. Schema des EAST-TeleskopsSo soll EAST aussehen "Das Teleskop wird Chinas Beobachtungsmöglichkeiten in der optischen Astronomie erheblich verbessern", heißt es in einer Erklärung der Universität Peking, die das Projekt leitet. Das Land würde zusätzlich eine Vorreiterrolle einnehmen, da es sich um das erste Teleskop dieser Klasse handelt, das in der östlichen Hemisphäre gebaut wird. Vergleichbare Systeme findet man bisher an Standorten wie Mauna Kea auf Hawaii, Atacama in Chile und auf den Kanarischen Inseln vor der Küste Nordwestafrikas.

Drittes Großprojekt

Die erste Phase des EAST-Projekts sieht den Bau eines Spiegels vor, der aus 18 sechseckigen Spiegelsegmenten besteht. Als Standort für den Bau hat man den Berg Saishiteng in der Nähe der Stadt Lenghu in der Provinz Qinghai auf der tibetischen Hochebene ausgewählt. Hier steht das Gerät dann in einer Höhe von etwa 4200 Metern, sodass man bereits einen Teil der störenden Atmosphäre hinter sich lässt.

In einer zweiten Bauphase werden weitere 18 Spiegelelemente ringförmig um den ersten Spiegel herum angebracht. Dieser Schritt dürfte die Lichtstärke noch einmal nahezu verdoppeln. EAST ergänzt dabei andere Beobachtungs-Projekte, die China angeschoben hat: Bereits im Einsatz ist FAST, eines der weltweit leistungsfähigsten Radioteleskope. Im kommenden Jahr soll mit Xuntian außerdem ein neues Weltraumobservatorium in den Orbit gebracht werden.

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