ALMA: Radioteleskope in Chile durch IT-Angriff außer Gefecht gesetzt
Eines der wichtigsten Radioteleskop-Projekte der internationalen Forschungsgemeinschaft kann derzeit nicht genutzt werden. Denn ein Angriff auf die IT-Systeme zwang die Betreiber zur Abschaltung der Infrastruktur.
Es handelt sich hier um das Atacama Large Millimeter/Submillimeter Array (ALMA). Dieses wird gemeinsam von der ESO, der US-amerikanischen National Science Foundation (NSF) der USA und den japanischen National Institutes of Natural Sciences (NINS) betrieben. Bei der Anlage handelt es sich um eine Zusammenschaltung von 66 Radioteleskopen, von denen die meisten einen Durchmesser von 12 Metern aufweisen.
ALMA sammelt Daten in Wellenlängen von 0,32 bis 3,6 Millimetern. Diese dringen in den meisten Regionen kaum bis zur Erdoberfläche durch, da sie von Wasserdampf - also den Wolken - weitgehend absorbiert werden. In der chilenischen Atacama-Hochebene befindet sich über den Antennen aber nur noch sehr trockene Luft, sodass hier ideale Voraussetzungen gegeben sind, um einige der kältesten Objekte im Universum zu untersuchen.
Zumindest lässt sich nach den ersten Untersuchungen sagen, dass durch die Attacke weder die Teleskope noch die bereits gesammelten wissenschaftlichen Daten in Mitleidenschaft gezogen wurden. Mithilfe der Betreiber-Organisationen arbeitet man nun daran, die Arbeitsfähigkeit wiederherzustellen. Wann der reguläre Betrieb aber wieder aufgenommen werden kann, lässt sich "Angesichts der Art des Vorfalls" noch nicht sagen.
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ALMA sammelt Daten in Wellenlängen von 0,32 bis 3,6 Millimetern. Diese dringen in den meisten Regionen kaum bis zur Erdoberfläche durch, da sie von Wasserdampf - also den Wolken - weitgehend absorbiert werden. In der chilenischen Atacama-Hochebene befindet sich über den Antennen aber nur noch sehr trockene Luft, sodass hier ideale Voraussetzungen gegeben sind, um einige der kältesten Objekte im Universum zu untersuchen.
Aufräumen läuft
Vorerst ist nun aber eine Pause angesagt. Denn bereits am vergangenen Samstag erfolgte ein Angriff auf die IT-Systeme. Abgesehen von eingeschränkter E-Mail-Kommunikation ist aktuell nicht viel möglich, teilten die Wissenschaftler mit, die die Teleskope in Chile betreuen. Weitergehende Informationen, um was für einen Angriff es sich genau handelt, wurden noch nicht veröffentlicht.Zumindest lässt sich nach den ersten Untersuchungen sagen, dass durch die Attacke weder die Teleskope noch die bereits gesammelten wissenschaftlichen Daten in Mitleidenschaft gezogen wurden. Mithilfe der Betreiber-Organisationen arbeitet man nun daran, die Arbeitsfähigkeit wiederherzustellen. Wann der reguläre Betrieb aber wieder aufgenommen werden kann, lässt sich "Angesichts der Art des Vorfalls" noch nicht sagen.
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