Problem für Akku-Industrie:
Simbabwe verbietet Export von Roh-Lithium
Der weltweite Akku-"Hunger" hat zur Folge, dass das für Batterien essenzielle Lithium zu einem der begehrtesten Rohstoffe wird. Zu den größten Produzenten der Welt gehört Simbabwe, das afrikanische Land hat nun aber den Export von Roh-Lithium verboten. Aus gutem Grund.
Das Metall mit der Ordnungszahl 3 ist natürlich der zentrale Bestandteil von wiederaufladbaren Batterien, denn Lithium-Ionen-Akkumulatoren sind und bleiben der wichtigste Bestandteil von mobiler Technik und auch Elektroautos. Mehr als ein Drittel der gesamten Produktion wird derzeit hierfür verwendet, Tendenz steigend.
Zu den weltweit größten Quellen für Lithium zählt Simbabwe, doch das Land im südlichen Afrika hat aktuell ein Exportverbot für das Metall ausgesprochen. Konkret ist es ab sofort untersagt, rohes Lithium außer Landes zu bringen. Grund dafür ist der Umstand, dass Simbabwe viel Geld verliert, weil man zwar wertvolle Rohstoffe liefert, diese aber woanders verarbeitet werden - wodurch der Wert signifikant steigt.
Wie Quartz berichtet, entgehen der Regierung von Simbabwe nach eigenen Angaben aufgrund von Schmuggel und Ausfuhr nach Südafrika und in die Vereinigten Arabischen Emirate Einnahmen in Höhe von 1,8 Milliarden Dollar. Rohstoffe sind für das Land das mit Abstand wichtigste Exportgut, die Regierung hofft, in absehbarer Zukunft etwa 20 Prozent des weltweiten Lithium-Bedarfs decken zu können.
Die Vorwürfe sind nicht unbegründet. Denn viele Industrienationen werden beschuldigt, Simbabwe doppelt auszubeuten. Zunächst Lithium außer Landes gebracht und dann verkauft man den Bewohnern für teures Geld Elektronikprodukte wie Smartphones, in denen Akkus stecken.
Siehe auch:
Zu den weltweit größten Quellen für Lithium zählt Simbabwe, doch das Land im südlichen Afrika hat aktuell ein Exportverbot für das Metall ausgesprochen. Konkret ist es ab sofort untersagt, rohes Lithium außer Landes zu bringen. Grund dafür ist der Umstand, dass Simbabwe viel Geld verliert, weil man zwar wertvolle Rohstoffe liefert, diese aber woanders verarbeitet werden - wodurch der Wert signifikant steigt.
Wie Quartz berichtet, entgehen der Regierung von Simbabwe nach eigenen Angaben aufgrund von Schmuggel und Ausfuhr nach Südafrika und in die Vereinigten Arabischen Emirate Einnahmen in Höhe von 1,8 Milliarden Dollar. Rohstoffe sind für das Land das mit Abstand wichtigste Exportgut, die Regierung hofft, in absehbarer Zukunft etwa 20 Prozent des weltweiten Lithium-Bedarfs decken zu können.
Vorwurf der Ausbeutung
Das Verbot der Lithium-Ausfuhr gilt allerdings nur für Rohmetall, man will die Minenbetreiber dadurch zwingen, Aufbereitungsanlagen im Land zu bauen. "Wenn wir weiterhin Roh-Lithium exportieren, werden wir nichts erreichen. Wir wollen, dass Lithiumbatterien im Land entwickelt werden", sagte der stellvertretende Bergbau-Minister Polite Kambamura. "Wir haben dies in gutem Glauben für das Wachstum der Industrie getan."Die Vorwürfe sind nicht unbegründet. Denn viele Industrienationen werden beschuldigt, Simbabwe doppelt auszubeuten. Zunächst Lithium außer Landes gebracht und dann verkauft man den Bewohnern für teures Geld Elektronikprodukte wie Smartphones, in denen Akkus stecken.
Siehe auch:
- Unter unseren Füßen: Deutschland hat vielversprechende Lithium-Quellen
- Evonik hat ein neues Verfahren fürs Lithium-Recycling entwickelt
- Natrium-Ionen-Batterien: Neue Akkus ohne Lithium kommen voran
- Autokonzern Stellantis steigt in Lithium-Förderung in Deutschland ein
- Nationales Erbe: Mexiko vergesellschaftet den Abbau von Lithium
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