Bedeutendes Software-Update:
Mars-Helikopter lernt zwei neue Tricks

Der Mars-Helikopter hat alle Erwartungen übertroffen - und lernt jetzt auch noch etwas Neues dazu. Mit Absolvierung des 34. Fluges konnte bestätigt werden, dass Ingenuity eines seiner größten Software-Updates erfolgreich überstanden hatte. Fliegen wird jetzt noch leichter.
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Ein Software-Update für den kleinen Mars-Helikopter

Der jüngst absolvierte Flug 34 von Ingenuity wirkt auf den ersten Blick sehr unspektakulär. Der Mars-Helikopter hatte sich für lediglich 18 Sekunden rund 5 Meter in den roten Himmel unseres Nachbarplaneten geschraubt - selbst beim ersten Flug hatten sich die Ingenieure mehr zugetraut. Nach der Landung war die Freude beim verantwortlichen Team auf der Erde aber trotzdem groß. Denn Ingenuity war damit das erste Mal erfolgreich nach einem großen Software-Update abgehoben.


Wie die NASA beschreibt, hatten die Entwickler des Projekts die letzten zwei Wochen damit verbracht, die Installation des neuen Codes auf dem Bordcomputer vorzunehmen. Mit dem Update bekommt der Helikopter zwei völlig neue Fähigkeiten, die seine Möglichkeiten für zukünftige Einsätze deutlich erweitern sollen.

Mars 2020 Rover: Der Mars-HelikopterMars 2020 Rover: Der Mars-HelikopterMars 2020 Rover: Der Mars-HelikopterMars 2020 Rover: Der Mars-Helikopter
Mars 2020 Rover: Der Mars-HelikopterMars 2020 Rover: Der Mars-HelikopterMars 2020 Rover: Der Mars-HelikopterMars 2020 Rover: Der Mars-Helikopter

Wichtige neue Eigenschaften

Nach dem Update verfügt Ingenuity jetzt über eine automatische Gefahrenvermeidung bei der Landung. So kann der Helikopter eigenständig auf Hindernisse in der Landezone reagieren, das macht wiederum die Flugplanung flexibler. "Dank dieser Fähigkeit kann Ingenuity auch in felsigerem Gelände sicher landen, sodass unsere Piloten über viel mehr potenzielle Landeplätze verfügen als zuvor", so die NASA.

Ferner lernt die Sonde, digitale Höhenkarten als Navigationshilfe zu verwenden. Bisher hatte die Navigationssoftware des Mars-Helikopters unter der Annahme funktioniert, meist über ebenes Gelände zu fliegen. Dies führt bei Überflug von Hügeln und Steinen zu Fehlern, die korrigiert werden müssen. Unwegsames Gelände war deshalb bisher nur schwer zu überfliegen. Mit dem neuen Software-Update wird genau diese Annahme durch eine digitale Höhenkarte des Jezero-Kraters ersetzt. Damit ist es der Navigationssoftware möglich, zwischen Geländeveränderungen und Fahrzeugbewegungen zu unterscheiden.

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