ISS: Sojus-Raumschiff hat ein Leck - Außenarbeiten abgebrochen
Die aktuell anstehenden Außenarbeiten an der Internationalen Raumstation ISS müssen verschoben werden. Denn aus einem Leck in einem angedockten Sojus-Raumschiff tritt Flüssigkeit aus, was für Menschen in Raumanzügen zur Gefahr werden könnte.
Ein NASA-Kommentator erklärte den Flüssigkeitsstrahl, der in der Live-Videoübertragung der NASA als ein Strom schneeflöckchenartiger Partikel aus dem hinteren Teil der Sojus MS-22-Kapsel zu sehen war, als ein Kühlmittelleck. In dem russischen Raumschiff würde dies bedeuten, dass an der fraglichen Stelle Ammoniak austreten würde.
Die beiden Kosmonauten Kommandant Sergej Prokopjew und Flugingenieur Dimitri Petelin hatten sich bereits Raumanzüge angezogen und wollten die Raumstation für routinemäßige Arbeiten verlassen. Eine der geplanten Arbeiten bestand darin, einen Kühler von einem zu einem anderen russischen Modul der ISS zu bringen und dort neu anzubauen. Sie wurden von der russischen Missionskontrolle jedoch zurückgerufen, nachdem man auf das Leck aufmerksam wurde.
Fünf weitere Raumfahrzeuge sind derzeit an der Raumstation geparkt - zwei SpaceX-Kapseln (ein Crew Dragon und ein Cargo Dragon), ein Northrop Grumman Cygnus-Raumfrachter und zwei russische Versorgungsschiffe, Progress 81 und Progress 82. Die Sojus ist für den Heimflug des russischen Besatzungsteils vorgesehen. Sollte sich herausstellen, dass dies mit dem angedockten Modell nicht mehr möglich ist, müsste Ersatz von der Erde geschickt werden.
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Die beiden Kosmonauten Kommandant Sergej Prokopjew und Flugingenieur Dimitri Petelin hatten sich bereits Raumanzüge angezogen und wollten die Raumstation für routinemäßige Arbeiten verlassen. Eine der geplanten Arbeiten bestand darin, einen Kühler von einem zu einem anderen russischen Modul der ISS zu bringen und dort neu anzubauen. Sie wurden von der russischen Missionskontrolle jedoch zurückgerufen, nachdem man auf das Leck aufmerksam wurde.
Untersuchung nötig
Da man noch nicht genau einschätzen konnte, welche Folgen es für die Kosmonauten haben kann, wenn die gefrorenen Partikel mit den Raumanzügen kollidieren, sagte man die Arbeiten lieber erst einmal ab. Für die Besatzung im Inneren der Station besteht hingegen kein ernsthaftes Sicherheitsproblem. Jetzt muss untersucht werden, wodurch die Sache konkret verursacht wird, und welche Folgen sich daraus ergeben.Fünf weitere Raumfahrzeuge sind derzeit an der Raumstation geparkt - zwei SpaceX-Kapseln (ein Crew Dragon und ein Cargo Dragon), ein Northrop Grumman Cygnus-Raumfrachter und zwei russische Versorgungsschiffe, Progress 81 und Progress 82. Die Sojus ist für den Heimflug des russischen Besatzungsteils vorgesehen. Sollte sich herausstellen, dass dies mit dem angedockten Modell nicht mehr möglich ist, müsste Ersatz von der Erde geschickt werden.
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