Telefónica wettert gegen DVB-T2, will die Frequenzen für Mobilfunk
Vier Anbieter müssen sich die umkämpften Frequenzbereiche für Mobilfunk teilen. Nach Ansicht von Telefónica versäumt Deutschland großes Potenzial. Der Chef des Konzerns fordert, DVB-T2 den Hahn abzudrehen, um die Frequenzen für Mobilfunk zu nutzen. Das beschwört Ärger herauf.
Sat dominiert beim TV-Empfang
Geht es nach dem Telefónica-Chef, brächte die Nutzung des Bereichs durch seine Branche deutlich mehr Nutzen - vor allem, weil DVB-T2 in den vergangenen Jahren immer mehr an Bedeutung verliert. "Die Zahl der Zuschauer über den aktuellen Antennenstandard DVB-T2 sinkt jedes Jahr und liegt im einstelligen Prozentbereich", so Haas. Mit einer Umnutzung der Frequenz für 5G könne man sogar mehr Sender bieten, "als es heute über das Antennenfernsehen möglich ist". Zur Problematik des Bedarfs der Kulturveranstalter bezieht er hier keine Stellung.
Großer Mobilfunk-Vergleichs-Rechner
DVB-T2-Nutzer schwinden, Frequenzen werden dringend gebraucht
Wer darf wann, wo und wie funken: So könnte man zusammenfassen, was in Deutschland immer wieder für heiße Diskussionen und echte Grabenkämpfe sorgt. Durch den steigenden Bedarf an Frequenzbereichen vor allem beim Mobilfunk spitzt sich diese Lage immer weiter zu. Jetzt fordert der Telefónica-Chef Markus Haas im Gespräch mit Welt am Sonntag mit Nachdruck ein, dass andere Bereiche zurückstecken sollten, um für seine Branche mehr Platz zu schaffen. Haas fordert eine Umstrukturierung des 600-Megahertz-Bereichs zugunsten der Mobilfunker. Das Problem: In diesem Bereich wird unter anderem der Rundfunk über DVB-T2 vertrieben, aber auch Mikrofon-Übertragungen bei Kulturveranstaltungen nutzen diesen.
Sat dominiert beim TV-Empfang
Geht es nach dem Telefónica-Chef, brächte die Nutzung des Bereichs durch seine Branche deutlich mehr Nutzen - vor allem, weil DVB-T2 in den vergangenen Jahren immer mehr an Bedeutung verliert. "Die Zahl der Zuschauer über den aktuellen Antennenstandard DVB-T2 sinkt jedes Jahr und liegt im einstelligen Prozentbereich", so Haas. Mit einer Umnutzung der Frequenz für 5G könne man sogar mehr Sender bieten, "als es heute über das Antennenfernsehen möglich ist". Zur Problematik des Bedarfs der Kulturveranstalter bezieht er hier keine Stellung.
Im Kampf gegen den Rundfunk
Allerdings kann sich der Chef von Telefónica einen weiteren Seitenhieb an den Rundfunk im Allgemeinen nicht verkneifen, mit dem schon in der Vergangenheit hart um Frequenzen gerungen werden musste. "Wir haben genau das schon mit den Frequenzen im 700- und 800-Megahertz-Bereich umgesetzt. Hätten wir damals auf die Rundfunkanbieter gehört, würden wir heute weiter in der Steinzeit des Mobilfunks leben", so Haas' deutliche Worte.Großer Mobilfunk-Vergleichs-Rechner
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