Ohne Frequenzauktion hat 1&1 Probleme - nun kommt unverhofft Hilfe
Der Newcomer unter den Mobilfunk-Netzbetreibern, 1&1, bekommt jetzt unverhoffte Unterstützung gegen die Bundesnetzagentur. Diese wollte auf ein erneutes Auktionsverfahren für auslaufende Lizenzen verzichten, wodurch die Firma keine Chance auf mehr Frequenzen hätte.
Wenn das Unternehmen daher auch noch bei der einkalkulierten Vergabe neuer Frequenzblöcke benachteiligt wird, kann es massive Probleme geben. Das hat auch das Bundeskartellamt erkannt und sieht eine entsprechende Idee der Bundesnetzagentur kritisch. Diese wollte auslaufende Lizenzen nicht komplett neu vergeben, sondern unter bestimmten Auflagen einfach verlängern.
Die Spektren blieben somit fest in der Hand der etablierten Netzbetreiber und 1&1 hätte keine Möglichkeit, in der Lizenzierungsrunde zusätzliche Übertragungsblöcke zu erhalten. Damit wäre man einem deutlichen Wettbewerbsnachteil ausgesetzt. Das Bundeskartellamt hat nun vor negativen Folgen einer solchen Maßnahme für die Verbraucher gewarnt, berichtet die Nachrichtenagentur DPA.
Die Bundesnetzagentur hatte argumentiert, dass ihr Vorschlag dafür sorgen würde, dass die Netzbetreiber nicht wieder hohe Summen in Lizenzen investieren, die dann vielleicht beim schnelleren Netzausbau fehlen. Aktuell holt man Meinungen zu dem Vorschlag einer einfachen Verlängerung der Laufzeiten ein, in diesem Rahmen hatte das Kartellamt seine Sichtweise dargelegt.
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So wird es doppelt schwer
Allein der Markteintritt in einen solchen Geschäftsbereich ist nicht einfach. Alle Konkurrenten können aufgrund des bereits weitgehend ausgebauten Netzes ihre Kunden problemlos bedienen - wenn irgendwo noch kein 5G angeboten werden kann, steht mit 4G immerhin eine fast ebenso gute Alternative zur Verfügung. 1&1 muss hingegen eine bundesweite Infrastruktur aus dem Boden stampfen und kann sich nur über Roaming-Verträge behelfen, bis man dieses Mammutprojekt gestemmt hat.Wenn das Unternehmen daher auch noch bei der einkalkulierten Vergabe neuer Frequenzblöcke benachteiligt wird, kann es massive Probleme geben. Das hat auch das Bundeskartellamt erkannt und sieht eine entsprechende Idee der Bundesnetzagentur kritisch. Diese wollte auslaufende Lizenzen nicht komplett neu vergeben, sondern unter bestimmten Auflagen einfach verlängern.
Die Spektren blieben somit fest in der Hand der etablierten Netzbetreiber und 1&1 hätte keine Möglichkeit, in der Lizenzierungsrunde zusätzliche Übertragungsblöcke zu erhalten. Damit wäre man einem deutlichen Wettbewerbsnachteil ausgesetzt. Das Bundeskartellamt hat nun vor negativen Folgen einer solchen Maßnahme für die Verbraucher gewarnt, berichtet die Nachrichtenagentur DPA.
Zeit für Stellungnahmen
Das Kartellamt erklärte, dass nicht nur die Entwicklung eines neuen Wettbewerbers eingeschränkt würde. Auch dessen bisherige Investitionen würden entwertet, wenn das Unternehmen über viele weitere Jahre keine Chance bekommt, zusätzliche Frequenzen zu den im Jahr 2019 erworbenen Blöcken zu erwerben.Die Bundesnetzagentur hatte argumentiert, dass ihr Vorschlag dafür sorgen würde, dass die Netzbetreiber nicht wieder hohe Summen in Lizenzen investieren, die dann vielleicht beim schnelleren Netzausbau fehlen. Aktuell holt man Meinungen zu dem Vorschlag einer einfachen Verlängerung der Laufzeiten ein, in diesem Rahmen hatte das Kartellamt seine Sichtweise dargelegt.
Zusammenfassung
- 1&1 erhält Unterstützung gegen Bundesnetzagentur
- Bundesnetzagentur wollte Lizenzen verlängern
- Bei Verlängerung keine Chance für 1&1, neue Frequenzen zu erhalten
- 1&1 baut eigene Infrastruktur, nutzt Roaming
- Bundeskartellamt kritisiert den Vorschlag der Netzagentur
- Etablierte Betreiber behielten Frequenzen
- Kartellamt: Wettbewerb und Investitionen gefährdet
- Netzagentur: Investitionen sollen Netzausbau fördern
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