Facebook: Freie Fahrt für Trump - Faktenchecker müssen stillhalten
Ab sofort ist es egal, was der ehemalige US-Präsident Donald Trump behauptet - es darf auf Facebook verbreitet werden, ohne dass die Faktenprüfer des Unternehmens eingreifen oder entsprechende Markierungen vornehmen.
Das Management des Social Networks hat diese Regelung in einer Mitteilung gegenüber allen hauptberuflichen Faktencheckern, die für den Konzern tätig sind, festgelegt. Hintergrund dessen ist die offizielle Ankündigung einer erneuten Kandidatur Trumps für das Präsidentenamt, berichtet der US-Nachrichtensender CNN.
Facebook hatte vor einiger Zeit unabhängige Faktenprüfer hinzugezogen, um der immer stärker werdenden Verbreitung von Desinformationen auf der Plattform etwas entgegenzusetzen. Seitdem arbeiten insgesamt rund 50 Organisationen daran, falsche Informationen zu kennzeichnen, um dem Nutzer so eine entsprechende Warnung zukommen zu lassen. Dafür werden die externen Zulieferer von Facebook bezahlt.
Die Regelung, Kandidaten von der Prüfung auszunehmen, hatte ein Vertreter des Konzerns bereits vor einiger Zeit damit begründet, dass es nicht Aufgabe des Unternehmens sei, korrigierend einzugreifen, wenn sich hochrangige Politiker äußern. Das sehen die Faktencheck-Organisationen teils deutlich anders: Aus ihrer Sicht wäre es gerade bei Personen, die hohe Ämter im Staat anstreben, recht sinnvoll zu überprüfen, ob ihre politischen Vorstellungen auf einer überprüfbaren Realität oder aber einer Fantasiewelt beruhen.
Die Ausnahme vom Faktencheck gilt im Falle Trumps in erster Linie für seine Fan- und Wahlkampf-Gruppen auf Facebook, die etwa Ausschnitte aus Reden auf der Plattform teilen. Trump persönlich ist auf Facebook seit einiger Zeit gesperrt und es sieht aktuell nicht so aus, als würde sich daran etwas ändern.
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Facebook hatte vor einiger Zeit unabhängige Faktenprüfer hinzugezogen, um der immer stärker werdenden Verbreitung von Desinformationen auf der Plattform etwas entgegenzusetzen. Seitdem arbeiten insgesamt rund 50 Organisationen daran, falsche Informationen zu kennzeichnen, um dem Nutzer so eine entsprechende Warnung zukommen zu lassen. Dafür werden die externen Zulieferer von Facebook bezahlt.
Gilt für alle, aber ...
Nun aber erhielten sie die Aufforderung, ihrer Aufgabe bei Aussagen von Trump vorerst nicht mehr nachzukommen. Das gilt nebenbei auch für alle anderen Präsidentschaftskandidaten. Eine Zuspitzung der Mitteilung auf Trump ist dabei allerdings statthaft, da gerade dieser mit einer massiven Konzentration von Falschaussagen und offenen Lügen aufgefallen ist. Allein in der Zeit seiner Präsidentschaft haben die Faktenprüfer in den öffentlichen Aussagen Trumps 53.573 falsche oder irreführende Behauptungen gekennzeichnet.Die Regelung, Kandidaten von der Prüfung auszunehmen, hatte ein Vertreter des Konzerns bereits vor einiger Zeit damit begründet, dass es nicht Aufgabe des Unternehmens sei, korrigierend einzugreifen, wenn sich hochrangige Politiker äußern. Das sehen die Faktencheck-Organisationen teils deutlich anders: Aus ihrer Sicht wäre es gerade bei Personen, die hohe Ämter im Staat anstreben, recht sinnvoll zu überprüfen, ob ihre politischen Vorstellungen auf einer überprüfbaren Realität oder aber einer Fantasiewelt beruhen.
Die Ausnahme vom Faktencheck gilt im Falle Trumps in erster Linie für seine Fan- und Wahlkampf-Gruppen auf Facebook, die etwa Ausschnitte aus Reden auf der Plattform teilen. Trump persönlich ist auf Facebook seit einiger Zeit gesperrt und es sieht aktuell nicht so aus, als würde sich daran etwas ändern.
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