Krasser Ransomware-Fall: Australien will "die Drecksäcke jagen"

Einer der brisantesten Ransomware-Fälle erschüttert aktuell die Öffentlichkeit in Australien. Der Fall führte so weit, dass selbst die Regierung des Landes sämtliche diplomatischen Ausdrucksweisen vergaß und zu harschen Worten griff. Man werde "die Drecksäcke jagen", erklärte die für IT-Sicherheit zuständige Innenministerin Clare O'Neil. Ansonsten ist der Fall auch ein Weckruf für die Strafverfolgung in dem Bereich. Die Ministerin will eine neue Polizeieinheit mit rund hundert Beamten einrichten, die sich aus mehreren Behörden rekrutieren und zukünftig ständig an Verbrechen im digitalen Raum arbeiten sollen.

Hintergrund all dessen ist ein massiver Datendiebstahl bei Medibank, einer der größten Krankenversicherungen Australiens. Bei diesem erbeuteten die Angreifer Daten über Millionen von Kunden. Als Medibank sich weigerte, rund 10 Millionen Dollar "Lösegeld" zu bezahlen, begannen die Täter mit der Veröffentlichung der gestohlenen Daten. Dabei wurden sehr sensible medizinische Informationen über zahlreiche Bürger Australiens öffentlich, inklusive Angaben zu Abtreibungen und Alkoholproblemen.


Premierminister Anthony Albanese erklärte, er sei "angewidert von den Tätern". Er habe die australische Bundespolizei AFP für ihre Ermittlungen mit den umfassendsten Ermächtigungen ausgestattet, die rechtlich möglich sind. Die Ermittler wollen auch schon Spuren zu einer Ransomware-Gruppe aus Russland ausfindig gemacht haben, wie man mitteilte.

Russen reagieren verschnupft

Die russische Botschaft in Australien zeigte sich daraufhin enttäuscht darüber, dass die AFP russische Kriminelle als Täter benannte, ohne vor der öffentlichen Bekanntgabe mit russischen Beamten Kontakt aufzunehmen. Statt öffentliche Anschuldigungen auszusprechen, solle lieber Kontakt mit den russischen Strafverfolgungsbehörden aufgenommen werden. Allerdings zeigte die Praxis in der Vergangenheit immer wieder, dass Russland quasi ein sicherer Hafen für Ransomware-Gruppen ist: Solange diese darauf achten, dass keine russischen Staatsbürger zu ihren Opfern gehören, haben sie faktisch nichts zu befürchten.

Bei der australischen Polizei ist man sich ohnehin sicher, dass man aus eigener Kraft erfolgreich sein kann. "Die klügsten und härtesten Leute in unserem Land werden die Hacker hacken", erklärte O'Neil. "Die AFP hat einige bedeutende Erfolge auf der Anzeigetafel, wenn es darum geht, ausländische Straftäter nach Australien zu bringen, damit sie vor Gericht gestellt werden können", ergänzte AFP-Kommissar Reece Kershaw.

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