Elon Musk holzt sich weiter durch Twitter:
Aufsichtsrat ist aufgelöst
Nach der Übernahme des Social Media-Konzerns Twitter arbeitet der Unternehmer Elon Musk mit Hochdruck weiter daran, seine alleinige Machtposition im Unternehmen zu zementieren. Neben vielen Top-Managern hat er auch den kompletten Aufsichtsrat entlassen.
Wie aus einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht, hat Musk auch nicht vor, das Gremium neu zu besetzen. Es ist komplett aufgelöst worden. Somit läuft alles darauf hinaus, dass der neue Besitzer des Unternehmens fortan auch die alleinige Kontrolle über die geschäftliche Entwicklung und die Prozesse im Konzern ausüben wird. Oder wie es in der SEC-Mitteilung heißt: Musk wird der "einzige Direktor Twitters".
Dieser Schritt ist zwar nicht grundlegend überraschend, verdeutlicht aber, wie schnell hier einer der vermögendsten Menschen der Welt seine Kontrolle über eine der einflussreichsten Kommunikations-Plattformen der Welt durchgesetzt hat, wobei seine Macht über das Unternehmen kaum oder gar nicht kontrolliert wird.
Der Aufsichtsrat hat nicht einfach nur den Zweck, im Sinne der Aktionäre das Top-Management zu kontrollieren und zu besetzen. Das Gremium ist auch eine weitergehende Schnittstelle in andere Bereiche der Wirtschaft und darüber hinaus. Im Twitter-Board saßen so ein ehemals hochrangiger Manager aus der Online-Werbebranche, eine Informatik-Professorin mit KI-Spezialisierung und eine britische Parlamentarierin. Die von ihnen kommenden Netzwerk-Effekte fallen für Twitter nun weg und werden durch die alleinige Kontrolle durch Musk ersetzt.
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Dieser Schritt ist zwar nicht grundlegend überraschend, verdeutlicht aber, wie schnell hier einer der vermögendsten Menschen der Welt seine Kontrolle über eine der einflussreichsten Kommunikations-Plattformen der Welt durchgesetzt hat, wobei seine Macht über das Unternehmen kaum oder gar nicht kontrolliert wird.
Weitreichende Folgen
Dabei dürfte der massive Umbruch auch notwendig sein, wenn Musk seine Vorstellungen über die Plattform umsetzen will. Immerhin besteht eines seiner Ziele darin, sämtliche in den letzten Jahren erreichten Fortschritte in Richtung einer offenen Kommunikation auf Twitter wieder abzuschaffen. Unter dem Deckmantel der freien Meinungsäußerung sollen hier nun wieder Akteure freie Bahn erhalten, deren Verhalten gerade dafür sorgt, dass es keine pluralistische und freie Kommunikation auf der Plattform mehr gibt - diese wird durch das Recht des Stärkeren bzw. Lauteren ersetzt.Der Aufsichtsrat hat nicht einfach nur den Zweck, im Sinne der Aktionäre das Top-Management zu kontrollieren und zu besetzen. Das Gremium ist auch eine weitergehende Schnittstelle in andere Bereiche der Wirtschaft und darüber hinaus. Im Twitter-Board saßen so ein ehemals hochrangiger Manager aus der Online-Werbebranche, eine Informatik-Professorin mit KI-Spezialisierung und eine britische Parlamentarierin. Die von ihnen kommenden Netzwerk-Effekte fallen für Twitter nun weg und werden durch die alleinige Kontrolle durch Musk ersetzt.
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