"Unmögliches" Mars-Mineral:
Forscher lösen Rätsel nach 7 Jahren
Vor sieben Jahren machte der Marsrover Curiosity eine kuriose Entdeckung: Ein Mineral, das auf der Oberfläche des roten Planeten nicht vorkommen dürfte. Jetzt haben Forscher eine Erklärung gefunden, die auch unser Verständnis der Marsgeologie verändert.
Wie Scinexx ausführt, besteht die mittlerweile in der Wissenschaftsgemeinde berühmte Probe mit dem Spitznamen Buchskin zu 74 Prozent aus Siliziumdioxid - ungewöhnlich für die von Basalt-Gestein geprägte Oberfläche des Mars. Der zweite Bestandteil sorgte dann aber endgültig dafür, dass man den Fund als sehr einzigartig einstufen musste: 16 Prozent monoklines Tridymit, ein Mineral, dessen Vorkommen am Fundort nicht so recht mit der uns bekannten Chemie zusammenpassen will.
Curiosity am Fundort...
... ein Bohrloch mit Überraschung
Durch einen Abgleich aller vorhandenen Daten mit den möglichen Szenarien zur Entstehung wollen die Forscher jetzt sieben Jahre nach der Entdeckung eine spannende Ursprungsgeschichte liefern können. Die Reise des Tridymits nahm demnach in einem weit entfernten Vulkan seinen Anfang, dessen Magma vor dem Ausbruch eine Phase der Abkühlung durchlaufen hatte. Die Folge: leichtere, silikatreiche Elemente konnten sich an der Oberfläche sammeln.
Bei dem endgültigen Ausbruch entstand dann eine Asche-Wolke, die diese ungewöhnliche Konzentration an Elementen mit dem Mars-Wind bis zum Gale-Krater trug. "Weil wir dieses Mineral nur in dieser einen Schicht und in hoher Konzentration gefunden haben, muss der Vulkan etwa in der Zeit ausgebrochen sein, als auch der See existierte", zitiert Scinexx Koautorin Kirsten Siebach.
Siehe auch:
Einer der überraschendsten Funde von Curiosity
Curiosity hat seit dem Start seiner Mission auf der Oberfläche des Mars im Jahr 2012 schon so einige Fragen beantwortet, aber auch neue Rätsel aufgeworfen. Doch ein Fund vom 30. Juli 2015 gilt bis heute als eine der überraschendsten Entdeckungen des NASA-Rovers. Wie unzählige Male zuvor hatte der rollende Roboter mit seinem Bohrer im Sediment des Gale-Kraters eine Probe entnommen. An diesem Tag sollte die Analyse der chemischen Zusammensetzung die Wissenschaftler aber in echtes Staunen versetzten.Wie Scinexx ausführt, besteht die mittlerweile in der Wissenschaftsgemeinde berühmte Probe mit dem Spitznamen Buchskin zu 74 Prozent aus Siliziumdioxid - ungewöhnlich für die von Basalt-Gestein geprägte Oberfläche des Mars. Der zweite Bestandteil sorgte dann aber endgültig dafür, dass man den Fund als sehr einzigartig einstufen musste: 16 Prozent monoklines Tridymit, ein Mineral, dessen Vorkommen am Fundort nicht so recht mit der uns bekannten Chemie zusammenpassen will.
Curiosity am Fundort...
... ein Bohrloch mit Überraschung
Die Erklärung dauert sieben Jahre
Die Grundlage des Rätsels: Tridymit entsteht in siliziumreichem Magma. "Es gibt zwar reichliche Zeugnisse für basaltische Eruptionen auf dem Mars, aber dies ist eine andere Chemie", so ein Forscherteam der Northern Arizona University. Da sich der Fundort im Gale-Krater außerdem am Grund eines urzeitlichen Sees befindet, ist er vor allem von Sedimenten geprägt - Magmagestein ist hier sehr selten.Durch einen Abgleich aller vorhandenen Daten mit den möglichen Szenarien zur Entstehung wollen die Forscher jetzt sieben Jahre nach der Entdeckung eine spannende Ursprungsgeschichte liefern können. Die Reise des Tridymits nahm demnach in einem weit entfernten Vulkan seinen Anfang, dessen Magma vor dem Ausbruch eine Phase der Abkühlung durchlaufen hatte. Die Folge: leichtere, silikatreiche Elemente konnten sich an der Oberfläche sammeln.
Bei dem endgültigen Ausbruch entstand dann eine Asche-Wolke, die diese ungewöhnliche Konzentration an Elementen mit dem Mars-Wind bis zum Gale-Krater trug. "Weil wir dieses Mineral nur in dieser einen Schicht und in hoher Konzentration gefunden haben, muss der Vulkan etwa in der Zeit ausgebrochen sein, als auch der See existierte", zitiert Scinexx Koautorin Kirsten Siebach.
Siehe auch:
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