Yeller? Kanye West kauft sich eine ultrakonservative Quatsch-Plattform
Der US-Musiker Kanye West, manchmal auch bekannt als "Ye", kauft sich jetzt ein soziales Netzwerk. Und er kauft nicht irgendein soziales Netzwerk, er kauft sich das vor allem bei ultrakonservativen US-Nationalisten und Verehrern von Ex-Präsident Trump beliebte Angebot Parler.
Wie Parler heute in einer Pressemitteilung verlauten ließ, hat sich das Betreiberunternehmen der Plattform mit West im Rahmen eines "Agreement in Principle" auf den Verkauf an den milliardenschweren Rapper verständigt. Wie viel Geld dabei fließen soll, ist bisher vollkommen unklar.
West erklärte dazu in einer Stellungnahme, dass es "in einer Welt, in der konservative Meinungen als kontroverse gelten", nötig sei, "sicherzustellen, dass wir das Recht haben, uns frei auszudrücken". Parlers Betreiberfirma kündigt an, dass man durch den Verkauf an den Rapper ein "unwandelbares Ökosystem, in dem alle Stimmen willkommen sind", schaffen werde.
West hatte schon 2016 eine Diagnose erhalten, laut der er an einer bipolaren Störung leidet. Immer wieder äußerte er sich offen über Probleme mit seiner mentalen Gesundheit, gibt aber dennoch immer wieder auch konservativen Verschwörungstheorien der amerikanischen Ultra-Rechten Vorschub. Erst in der letzten Woche ließ er allerhand antijüdische Äußerungen in einem Interview mit dem als ultranationalistisch geltenden Fernsehmoderator Tucker Carlson bei Fox News ab.
Parler selbst ist im Grunde eine Art Kopie von Twitter, auf der man sich in Form von kurzen Einträgen äußern kann, wobei auch Bilder und Videos veröffentlicht werden können. Die Plattform wurde Anfang 2021 aus den App-Stores von Google und Apple geworfen, weil bekannt wurde, dass bestimmte Teilnehmer bei den Angriffen auf das US-Capitol im Januar des Jahres zuvor über Parler Absprachen getroffen hatten. Amazon warf Parler damals auch von seinen Cloud-Servern, die das Unternehmen zuvor für die Bereitstellung seines Angebots genutzt hatte.
Siehe auch:
Parler feiert sich als zensurfreie Plattform
Parler feiert den geplanten Kauf durch West jedoch als großen Sieg für die sogenannte freie Meinungsäußerung, auf die vor allem republikanische Hardliner seit geraumer Zeit pochen, wenn es ihnen eigentlich nur darum geht, möglichst jeden noch so konservativen, ultranationalistischen oder auch sexistischen Mist zu rechtfertigen, der ihnen so gern über die Lippen kommt.West erklärte dazu in einer Stellungnahme, dass es "in einer Welt, in der konservative Meinungen als kontroverse gelten", nötig sei, "sicherzustellen, dass wir das Recht haben, uns frei auszudrücken". Parlers Betreiberfirma kündigt an, dass man durch den Verkauf an den Rapper ein "unwandelbares Ökosystem, in dem alle Stimmen willkommen sind", schaffen werde.
West war erst letzte Woche bei Twitter wegen Hass-Postings gesperrt
Dass Kanye West sich ausgerechnet jetzt eine ganze eigene Social-Media-Plattform zulegen will, überrascht wohl kaum. So hatte er vor gut einer Woche den Zugriff auf seine Konten bei Instagram und Twitter verloren, nachdem er dort eindeutig hetzerische Äußerungen gegen jüdische Menschen geäußert hatte, die er dann damit verteidigte, dass er aufgrund seiner dunklen Hautfarbe selbst jüdisch sei und deshalb gar kein Antisemit sein könnte.West hatte schon 2016 eine Diagnose erhalten, laut der er an einer bipolaren Störung leidet. Immer wieder äußerte er sich offen über Probleme mit seiner mentalen Gesundheit, gibt aber dennoch immer wieder auch konservativen Verschwörungstheorien der amerikanischen Ultra-Rechten Vorschub. Erst in der letzten Woche ließ er allerhand antijüdische Äußerungen in einem Interview mit dem als ultranationalistisch geltenden Fernsehmoderator Tucker Carlson bei Fox News ab.
Parler selbst ist im Grunde eine Art Kopie von Twitter, auf der man sich in Form von kurzen Einträgen äußern kann, wobei auch Bilder und Videos veröffentlicht werden können. Die Plattform wurde Anfang 2021 aus den App-Stores von Google und Apple geworfen, weil bekannt wurde, dass bestimmte Teilnehmer bei den Angriffen auf das US-Capitol im Januar des Jahres zuvor über Parler Absprachen getroffen hatten. Amazon warf Parler damals auch von seinen Cloud-Servern, die das Unternehmen zuvor für die Bereitstellung seines Angebots genutzt hatte.
Siehe auch:
- Kanye West: Sperre nach Antisemitismus-Provokation auf Social Media
- Kanye West veröffentlicht Album auf 200$-Gerät, Piraterie explodiert
- Parler: Soziales Netzwerk mit russischer Hilfe teilweise wieder online
- Parler: Pirate Bay-Gründer amüsiert sich über unfähige Betreiber
- Parler: Google löscht Social-Media-App aus dem Store, Apple setzt Frist
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