Datenzentren-Betreiber wollen Priorität bei der Versorgung mit Strom
Die IT-Branche fordert mehr Aufmerksamkeit für ihre Datenzentren ein. Diese stellen inzwischen einen wichtigen Teil der kritischen Infrastruktur dar, was sich aber in Regelungen bei Energie-Engpässen und anderen Problemen kaum widerspiegelt.
Die in dem Bereich tätigen Branchenverbände BITKOM, Eco und German Datacenter Association (GDA) fordern unter anderem eine Klärung, welche Rechenzentren als kritische Infrastruktur (KRITIS) gelten. "Momentan dient als einziger Indikator die Größe, gemessen an der elektrischen Leistung der IT", hieß es. Kommunale IT-Infrastruktur beispielsweise bei den Stadtwerken ist jedoch häufig bei kleineren Rechenzentren angesiedelt, die regional aber entscheidende Bedeutung haben.
Eine entsprechende Einstufung soll auch die Priorisierung von Datenzentren im Krisenfall klären. Systemrelevante IT-Infrastrukturen müssen bei der Aufstellung eines Energieverteilungsplans für Strom und Treibstoff bei anhaltender Knappheit ebenso prioritär behandelt werden, forderten die Verbände.
Die Stellung, die Deutschland in dem Bereich hat, wird aus Sicht der IT-Branche oft weitgehend unterschätzt. Rund 130.000 Vollzeit-Arbeitskräfte sind aktuell in der Datenzentren-Branche beschäftigt und zusätzliche 80.000 Arbeitsplätze sind indirekt von Rechenzentren abhängig, hieß es. Und mit dem DE-CIX, dem größten Internetknoten der Welt, verfügt man über einen der bedeutendsten Rechenzentrums-Standorte in Europa.
Daraus folgt aus Sicht der Verbände beispielsweise auch ein Handlungsbedarf hinsichtlich der Betriebsfaktoren. "Nur wenn die Energiekosten im europäischen und internationalen Vergleich wettbewerbsfähig sind, kann Deutschland zum Top-Standort für Rechenzentren werden", erklärten sie.
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Eine entsprechende Einstufung soll auch die Priorisierung von Datenzentren im Krisenfall klären. Systemrelevante IT-Infrastrukturen müssen bei der Aufstellung eines Energieverteilungsplans für Strom und Treibstoff bei anhaltender Knappheit ebenso prioritär behandelt werden, forderten die Verbände.
Nicht nur in Krisenzeiten
Allerdings geht es den Betreibern nicht nur um die Absicherung in schwierigen Zeiten, auch sonst müsse den Infrastrukturen mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden. "Rechenzentren stehen im Zentrum der Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft. Ohne hochleistungsfähige Rechenzentren und Telekommunikationsnetze können wir die notwendige Digitalisierung und Dekarbonisierung Deutschlands nicht vorantreiben", so Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder.Die Stellung, die Deutschland in dem Bereich hat, wird aus Sicht der IT-Branche oft weitgehend unterschätzt. Rund 130.000 Vollzeit-Arbeitskräfte sind aktuell in der Datenzentren-Branche beschäftigt und zusätzliche 80.000 Arbeitsplätze sind indirekt von Rechenzentren abhängig, hieß es. Und mit dem DE-CIX, dem größten Internetknoten der Welt, verfügt man über einen der bedeutendsten Rechenzentrums-Standorte in Europa.
Daraus folgt aus Sicht der Verbände beispielsweise auch ein Handlungsbedarf hinsichtlich der Betriebsfaktoren. "Nur wenn die Energiekosten im europäischen und internationalen Vergleich wettbewerbsfähig sind, kann Deutschland zum Top-Standort für Rechenzentren werden", erklärten sie.
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