Meta-Chaos: Zuckerberg frustriert Mitarbeiter mit Metaverse-Obsession

Die neue Facebook-Mutter Meta trägt diesen Namen vor allem deshalb, weil Mark Zuckerberg wie kaum ein anderer vom sogenannten Metaverse überzeugt ist. Damit steht er zwar nicht alleine, die Mehrheit hat er aber nicht auf seiner Seite - nicht einmal im eigenen Unternehmen.
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Vor kurzem tauchten Informationen auf, wonach Meta-Mitarbeiter regelrecht angefleht bzw. genötigt werden, die VR-Plattformen des Unternehmens zu nutzen. Denn innerhalb von Meta bzw. Facebook haben viele keine rechte Lust, Horizon Worlds und Co. zu nutzen. Mittlerweile hat sich dazu auch die New York Times (NYT) umgehört und die renommierte Tageszeitung hat mit mehr als einem dutzend aktueller und ehemaliger Mitarbeiter gesprochen.

Das Bild, das die NYT zeichnet, ist noch dramatischer, als es der ursprüngliche Bericht erahnen lässt. Denn der Artikel mit dem Titel "Skepsis, Verwirrung, Frustration: Einblicke in Mark Zuckerbergs Metaverse" beschreibt, dass der CEO und Gründer des Unternehmens ein Jahr nach der Umbenennung in Meta nur wenig Rückhalt für seine Pläne hat.

Keiner will Horizon Worlds - außer Mark Zuckerberg

Meta hat in Horizon Worlds bereits mehrere Milliarden Dollar gesteckt, doch kaum jemand interessiert sich dafür. Das hat nun einen "Qualitäts-Lockdown" zur Folge: Während dieser Zeit soll die VR-Plattform grundlegend umgestaltet werden. Infografik: Deutsche können mit dem Metaverse nichts anfangen - Metawie bitte?Deutsche können mit dem Metaverse nichts anfangen - Metawie bitte? Das ist zwar sicherlich notwendig, wenn man sich die App bzw. das Spiel ansieht, in einem Neudesign sehen viele Meta-Mitarbeiter aber auch ein Problem. Denn es gibt zahlreiche interne Klagen über die häufigen Strategiewechsel, die "eher an Zuckerbergs Launen als an einen kohärenten Plan gebunden zu sein scheinen", so die Times.

In einer internen Umfrage teilten 58 Prozent der teilnehmenden Meta-Mitarbeiter mit, dass sie die Metaverse-Strategie nicht verstehen. Beschwerden gibt es auch über die hohe Fluktuation und den häufigen Wechsel von Mitarbeitern - was offenbar ständig passiert bzw. immer dann, wenn sich Zuckerbergs Prioritäten ändern.

Das Wording ist mittlerweile auch bereits ziemlich drastisch, so meinte etwa ein Manager, dass ihm "übel" werde, wenn er sich ansieht, wie viel Geld für nicht bewährte Projekte ausgegeben wird. Innerhalb des Unternehmens wird auch nicht unbedingt für die Öffentlichkeit gearbeitet, sondern es kursiert die Insider-Anspielung "M.M.H." - "Make Mark Happy", also "macht Mark (Zuckerberg) glücklich".

Das betrifft auch Meetings mit dem Chef: Denn Zuckerberg hat seine Untergebenen aufgerufen, Besprechungen per VR bzw. Horizon Workrooms abzuhalten. Das Problem: Viele besaßen anfangs kein VR-Headset oder hatten es noch nicht eingerichtet. Sie mussten sich darum bemühen, Geräte zu kaufen und zu registrieren, bevor die Manager dies bemerkten, so ein Insider.

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