Google Chrome ohne Drittanbieter-Cookies schon wieder verschoben
Googles Browser ohne Third-Party-Cookies entwickelt sich immer stärker zur Vaporware. Das Unternehmen hat die Umsetzung seiner entsprechenden Privacy Sandbox-Initiative erneut verschoben - und ob dieser Termin eingehalten wird, darf man inzwischen wohl anzweifeln.
Immerhin handelt es sich hier nicht um die erste Verlegung. Ursprünglich hatte Google vollmundig angekündigt, die Speicherung der Cookies von Drittparteien in seinem Chrome-Browser ab diesem Jahr zu unterbinden. Dann verlegte man die Umsetzung auf das kommende Jahr. In einer neuen Verlautbarung heißt es nun, dass man ab der zweiten Jahreshälfte 2024 keine Drittanbieter-Cookies mehr zulassen wolle.
Die fraglichen Cookies werden beispielsweise von Werbevermarktern hinterlassen. Sie dienen dann dazu, die Bewegung eines Nutzers über verschiedene Webseiten hinweg zu verfolgen. Auf diese Weise versucht man einerseits genauere Profile über den jeweiligen User zu bekommen und zeigt ihm andererseits zur Vertiefung der Werbebotschaft auch immer wieder die gleichen Anzeigen an.
Als neuesten Lösungsansatz bringt Google hier die Privacy Sandbox-API ins Spiel. Die Entwickler lassen diese in einem vielstufigen Testverfahren anlaufen, um böse Überraschungen zu vermeiden. Allerdings ist schon jetzt das Feedback so umfangreich, dass wohl immer klarer wird, dass sich die scheinbar einfache Sache kaum so einfach regeln lässt, wie man es sich vorgestellt hat. Nun will man im Herbst 2023 soweit sein, zumindest breitere öffentliche Tests anzugehen. Dem will man die finale Umsetzung ein Jahr später folgen lassen. Was allerdings bis dahin noch passiert, wird sich zeigen.
Siehe auch:
Die fraglichen Cookies werden beispielsweise von Werbevermarktern hinterlassen. Sie dienen dann dazu, die Bewegung eines Nutzers über verschiedene Webseiten hinweg zu verfolgen. Auf diese Weise versucht man einerseits genauere Profile über den jeweiligen User zu bekommen und zeigt ihm andererseits zur Vertiefung der Werbebotschaft auch immer wieder die gleichen Anzeigen an.
Es ist nicht einfach
Diese Methode wird von Datenschützern schon lange angeprangert und immer mehr Anwender versuchen dieser Durchleuchtung zu entgehen, indem sie Maßnahmen ergreifen, um Werbung komplett zu sperren. Das ist für Google, einem Unternehmen, das faktisch nur die Werbevermarktung als relevante Einnahmequelle hat, ziemlich gefährlich. Daher sucht man seit einiger Zeit nach einer Möglichkeit, die Interessen beider Seiten zu bedienen.Als neuesten Lösungsansatz bringt Google hier die Privacy Sandbox-API ins Spiel. Die Entwickler lassen diese in einem vielstufigen Testverfahren anlaufen, um böse Überraschungen zu vermeiden. Allerdings ist schon jetzt das Feedback so umfangreich, dass wohl immer klarer wird, dass sich die scheinbar einfache Sache kaum so einfach regeln lässt, wie man es sich vorgestellt hat. Nun will man im Herbst 2023 soweit sein, zumindest breitere öffentliche Tests anzugehen. Dem will man die finale Umsetzung ein Jahr später folgen lassen. Was allerdings bis dahin noch passiert, wird sich zeigen.
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