Intel: Neue Prozesstechnik kommt etwas besser voran als erwartet

Der Chipkonzern Intel macht Fortschritte darin, sich wieder mit in die Spitzengruppe der Halbleiter-Produktion einzugliedern. Die aktuellen Daten des kommenden Prozess-Schrittes, der als Intel 4 bezeichnet wird, sind sogar etwas besser als angestrebt.
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Das Unternehmen galt lange als der Maßstab in der Chipbranche, lief allerdings aufgrund problematischer Entscheidungen im Management in verschiedene Sackgassen. Als man mit Pat Gelsinger einen Veteranen der Entwicklungs-Arbeit im Konzern zurückholte und auf den Chefposten setzte, konnte die nötige Wende endlich eingeleitet werden - allerdings war bereits klar, dass es Jahre dauern wird, bis man wieder an der Weltspitze mitspielen wird.

Es zeigt sich aber, dass die Entwicklung dahin voll nach Plan verläuft. Auf dem heute beginnenden Halbleiter-Symposium des Verbandes IEEE wird Intel weitere Details über seine neue Prozesstechnologie vorstellen, in die die Kollegen des britischen Magazins The Register bereits hineinschnuppern durften. Intel 4 soll dabei bereits im Vergleich mit den heutigen Fertigungsweisen einige Vorteile bringen.

20 Prozent problemlos erreicht

Gegenüber dem aktuellen Intel 7 wird man dem Vernehmen nach eine Steigerung der Performance pro Watt um 21,5 Prozent erreichen, wie Messungen in der Praxis inzwischen zeigten. Das Ziel von 20 Prozent Steigerung wird somit leicht übertroffen. Im Gegenzug wird man Chips mit gleicher Leistung wie heute mit einer um 40 Prozent niedrigeren Energieaufnahme bereitstellen können.

Intel wird die Intel 4-Prozesse erstmals für die kommenden Meteor Lake-Prozessoren für PCs einsetzen. Diese Chips werden im kommenden Jahr auf den Markt kommen. Parallel werden auch die Granite Rapids-Chips für Server mit dem Verfahren produziert. "Die Fortschritte bei Intel 4 sind sehr positiv. Wir sind genau da, wo wir sein wollen", sagte Ben Sell, der bei Intel für die Technologieentwicklung zuständig ist.

Neben der üblichen Weiterentwicklung von Performance und Energieeffizienz haben die Intel-Ingenieure aber noch ein weiteres wichtiges Ziel vor Augen: Mit der neuen Prozesstechnik soll es auch möglich werden, billiger zu produzieren als bisher. Das ist angesichts der Preismarken, die von der Konkurrenz gesetzt werden, auch dringend nötig. Wie gut Intel hier abschneiden wird, lässt sich allerdings erst sehen, wenn die kommenden Prozessorgenerationen tatsächlich durchkalkuliert aus der Massenproduktion kommen.

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