8K-Auflösung bei Konsolen im Anmarsch? - Nicht besonders realistisch

Ein großer Hersteller von Fernsehern sorgte kürzlich für einige Aufregung, als er einen Ausblick auf Spielekonsolen mit 8K-Auflösung für Games gab. Allerdings steht die Frage im Raum, ob es überhaupt Vorteile brächte, einen solchen Sprung zu machen.
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Die polnische Gaming-Seite PPL zeigte ein Foto, das aus einer Präsentation des chinesischen Elektronik-Herstellers TCL stammt. Darin setzt sich dieses Unternehmen damit auseinander, dass die von ihm hergestellten TV-Geräte stets auch mit den Auflösungs-Features der jeweils aktuellen Spielekonsolen einhergehen. Dabei verweist man auf eine weitere Entwicklung der aktuellen Konsolen-Generation, die für 2023 oder 2024 zu erwarten sei.

Dabei wird die technische Entwicklung einfach wie bisher weitergeführt. Allerdings muss man berücksichtigen, dass es sich hier um Spekulationen des TCL-Marketings handelt. Denn echte Informationen über Planungen bei Sony und Microsoft dürften dem Unternehmen kaum vorliegen - denn dann, so betonen die Kollegen von Ars Technica, hätten sie eine Verschwiegenheitserklärung unterzeichnen müssen und könnten solch eine Präsentation gar nicht halten. TCL-Präsentation zu Fernsehern und KonsolenTCL-Präsentation über Konsolen-Generationen Zudem schätzt man bei dem US-Magazin die Wahrscheinlichkeit für eine baldige Einführung von 8K-Auflösungen im Gaming als ziemlich gering ein. Dabei wird auf wissenschaftliche Analysen zu dem Thema verwiesen, die bisher im Grunde nicht gänzlich unbekannt waren, im Marketing-Getöse aber immer wieder gern untergehen. Dabei geht es insbesondere darum, dass eine weitere Steigerung der Auflösung quasi keine Vorteile mehr mit sich bringt.

Wahrnehmung nicht gegeben

Wahrnehmbar ist ein Umstieg von 4K auf 8K beispielsweise nur dann, wenn man nicht weiter als 1,2 Meter von einem 65 Zoll großen Fernseher entfernt sitzt. Bei einer größeren Distanz, die in der Praxis fast immer gegeben ist, kann die Auflösung des menschlichen Auges die Steigerung überhaupt nicht mehr sichtbar machen. Das zeigten auch entsprechende Untersuchungen mit Doppelblind-Tests, in denen Probanden unterschiedliche Videos auf 4K- und 8K-Fernsehern ansahen und die Qualität bewerten sollten. Wirkliche Verbesserungen bei der wahrgenommenen Qualität ließen sich dabei kaum feststellen.

Hinzu kommt, dass die Auflösung bei Spielen nur einer von vielen Faktoren ist. Denn während der Zuschauer bei einem Video die volle Konzentration auf das Bild legen kann, ist der Phantasie-Faktor beim Gaming weitaus größer. Das bedeutet, dass die virtuellen Welten im Kopf ohnehin anders "gerendert" werden. Das zeigt sich auch, wenn ältere Gamer sich an frühere Spieleerfahrungen zurückerinnern und hier wesentlich realistischere Grafiken im Kopf haben, als sie damals überhaupt möglich waren. Die Konfrontation mit einem echten Screenshot ist dann oft ziemlich ernüchternd.

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