Kampf um die Cloud in Europa:
Microsoft hat kleine Anbieter 'vergessen'
Microsoft beugt sich offenbar dem Druck, den die Europäischen Wettbewerbsbehörden auf den US-Konzern wegen seines Geschäftsgebahrens im Kampf um die Vorherrschaft im Cloud-Markt in der EU ausüben. Man habe die kleineren Anbieter überrollt, gab Microsoft zu.
Wie der US-Wirtschaftsdienst Bloomberg berichtet, hat Microsoft Fehler in seinem Verhalten im europäischen Markt für Cloud-Dienste eingestanden. Microsoft President und Chef-Anwalt Brad Smith erklärte bei einer Veranstaltung in Brüssel, dass man ein neues Programm auflegen will, das es Drittfirmen leichter macht, Microsoft-Produkte wie Windows oder Office 365 in der Cloud anzubieten.
Unter anderem wolle man auch eine größere Flexibilität beim Umgang mit den Lizenzen für die Kunden schaffen. Microsoft müsse einfach mehr tun und seiner Verantwortung gerecht werden, so Smith weiter. Hintergrund sind Ermittlungen der EU-Komission, die Verstöße gegen das Wettbewerbsrecht vermutet. Infografik Public Cloud-Speicher: 50 Prozent der Wolken sind US-amerikanisch
Natürlich gab Smith eine solche Praxis nicht direkt zu, betonte aber, dass zwar nicht alle derartigen Behauptungen korrekt seien, es aber durchaus Dinge gäbe, die tatsächlich zutreffen. Man müsse und wolle deshalb jetzt schnell handeln und eine entsprechende Initative starten. Smith gab zu, dass man Fehler gemacht habe.
Microsoft habe sich so stark auf die großen Wettbewerber konzentriert, dass die kleineren Konkurrenten im europäischen Markt "vergessen" wurden, so der Manager des amerikanischen Softwarekonzerns weiter. Gemeint ist damit sicherlich der starke Konkurrenzkampf im Cloud-Bereich mit großen Anbietern wie Amazon und Google.
Siehe auch:
Unter anderem wolle man auch eine größere Flexibilität beim Umgang mit den Lizenzen für die Kunden schaffen. Microsoft müsse einfach mehr tun und seiner Verantwortung gerecht werden, so Smith weiter. Hintergrund sind Ermittlungen der EU-Komission, die Verstöße gegen das Wettbewerbsrecht vermutet. Infografik Public Cloud-Speicher: 50 Prozent der Wolken sind US-amerikanisch
Lizenzbedingungen machen Nutzung der Microsoft Cloud günstiger
Zuvor hatte der französische Hosting-Anbieter OVH Beschwerde eingereicht, weil man Microsoft vorwirft, seine eigenen Cloud-Angebote durch die Lizenzbedingungen seiner Produkte zu begünstigen. Für die Kunden sei es oft leichter und günstiger, Windows, Office und Windows Server mit Azure-Cloud-Produkten von Microsoft zu kombinieren als mit den Hosting-Angeboten von kleineren Drittanbietern.Natürlich gab Smith eine solche Praxis nicht direkt zu, betonte aber, dass zwar nicht alle derartigen Behauptungen korrekt seien, es aber durchaus Dinge gäbe, die tatsächlich zutreffen. Man müsse und wolle deshalb jetzt schnell handeln und eine entsprechende Initative starten. Smith gab zu, dass man Fehler gemacht habe.
Microsoft habe sich so stark auf die großen Wettbewerber konzentriert, dass die kleineren Konkurrenten im europäischen Markt "vergessen" wurden, so der Manager des amerikanischen Softwarekonzerns weiter. Gemeint ist damit sicherlich der starke Konkurrenzkampf im Cloud-Bereich mit großen Anbietern wie Amazon und Google.
Siehe auch:
- Nimm das, Apple: Microsofts Cloud Gaming bringt Fortnite auf iPhones
- Befragung gestartet: Microsoft Cloud im Visier der EU-Kartellbehörden
- Nextcloud: Beschwerde gegen Microsoft auch bei der EU eingereicht
- Nextcloud schwärzt Microsoft jetzt beim Bundeskartellamt an
- Sicherheitsproblem bei Microsoft Azure-Cloud größer als gedacht
Thema:
Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.
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