Weiterer Lapsus$-Hack bestätigt:
Zugriff auf T-Mobiles interne Systeme
T-Mobile hat bestätigt, dass auch sie Opfer der Erpresser-Bande Lapsus$ geworden sind. Vor einigen Wochen - vermutlich in etwa zu der Zeit, als auch Microsoft, Samsung, Ubisoft und Vodafone gehackt wurden - soll die Bande in das interne T-Mobile-Netzwerk gelangt sein.
Das meldet das Online-Magazin Bleeping Computer. Auf Nachfrage des Magazins bestätigte T-Mobile USA den Zugriff. Da heißt es, dass "vor einigen Wochen" mit gestohlenen Zugangsdaten externe Zugriffe auf das Firmen-Netzwerk entdeckt wurden. Unbekannte hatten sich Zugang zu internen Systemen verschafft. Nach der Entdeckung des Sicherheitsverstoßes hat T-Mobile den Zugang der Cyberkriminellen zu seinem Netzwerk gekappt und die für den Hack verwendeten Anmeldedaten deaktiviert. Schnell sei klar geworden, dass die Erpresser-Bande Lapsus$ hinter dem Angriff steckte.
Infografik Cyberangriffe aus dem Osten: Hacker visieren deutsche Unternehmen an
T-Mobile hat nach den ersten Untersuchungen auch keine Beweise dafür gefunden, dass der Eindringling irgendetwas "von Wert erlangen konnte", erklärte ein Firmensprecher. "Unsere Systeme und Prozesse funktionierten wie vorgesehen, der Einbruch wurde schnell beendet und abgeschlossen, und die verwendeten kompromittierten Anmeldedaten wurden obsolet gemacht."
Siehe auch:
Kein Zugriff auf Kundendaten
Laut T-Mobile hat die Bande nur Zugriff auf verschiedene interne Systeme gehabt, die nicht in Verbindung mit sensiblen Daten, oder gar Kundendaten stehen. Kunden hätten daher also nicht zu befürchten, dass ihre Daten demnächst im Darknet verkauft werden.T-Mobile hat nach den ersten Untersuchungen auch keine Beweise dafür gefunden, dass der Eindringling irgendetwas "von Wert erlangen konnte", erklärte ein Firmensprecher. "Unsere Systeme und Prozesse funktionierten wie vorgesehen, der Einbruch wurde schnell beendet und abgeschlossen, und die verwendeten kompromittierten Anmeldedaten wurden obsolet gemacht."
Widersprüchliche Berichte
Der Sicherheitsexperte und Journalist Brian Krebs hatte zunächst berichtet, die Cyberkriminellen hätten geschützten Quellcode von T-Mobile gestohlen. Dem widerspricht das Unternehmen. Auch Microsoft, Samsung, Nvidia, Ubisoft und Vodafone waren in jüngster Vergangenheit zu Opfern der Lapsus$-Gruppe geworden, bevor die Strafverfolgungsbehörden die Gruppe kurzzeitig stoppte. Mittlerweile ist Lapsus$ wieder aktiv.Siehe auch:
- Lapsus$: Keine Schwer-Kriminellen - die Spuren führen zu Jugendlichen
- Microsoft veröffentlicht Details zum Lapsus$-Hack und Quellcode-Klau
- Nach Microsoft-Quellcode-Raub: Lapsus$ will auch Okta gehackt haben
- Lapsus$-Gruppe behauptet, Microsoft-Quellcode erbeutet zu haben
- Lapsus$: Hacker veröffentlichen Samsung-Quellcode und interne Daten
Thema:
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