Telekom muss hohe Strafe wegen Verkaufs von Standortdaten zahlen
Bei der Deutschen Telekom war jemand der Ansicht, es könnte irgendwie in Ordnung sein, die Standortdaten der Nutzer an Dritte zu verkaufen. Nun wurde dem Konzern auch von einem Gericht klargemacht, dass dies auf keinen Fall legal ist.
Die US-Telekommunikationsbehörde FCC hatte den Unternehmen daher im vergangenen Jahr hohe Strafen auferlegt. Gegen diese wollte sich die Telekom gerichtlich zur Wehr setzen, wie aus einem Bericht des Magazins Ars Technica hervorgeht. Ein Berufungsgericht in Washington hat dieses Ansinnen nun aber zurückgewiesen und erklärt, dass die Strafe in Höhe von 92 Millionen Dollar gegen T-Mobile berechtigt ist.
Das Gericht stellte klar, dass Mobiltelefone im Kern immer auch Ortungsgeräte seien, da sie regelmäßig Kontakt zu Funkmasten aufnehmen. Dadurch entstehe ein präzises Bewegungsprotokoll, das tiefgreifende Einblicke in das Privatleben ermögliche. In ihrem Urteil betonten die Richter, dass T-Mobile und auch die Tochter Sprint trotz bekannter Missbrauchsfälle weiterhin Standortdaten verkauft hätten, ohne ihre Schutzmaßnahmen anzupassen.
Konkret entfallen 80,1 Millionen Dollar der Strafe auf T-Mobile und 12,2 Millionen auf Sprint. Dies sind zwar durchaus hohe Beträge, die im Vergleich zu den Bilanzen aber trotzdem mäßig ausfallen: Allein im letzten Quartal erwirtschaftete die Telekom in ihrem US-Geschäft 17,4 Milliarden Dollar Umsatz und 3,2 Milliarden Dollar Gewinn.
Während T-Mobile nun noch eine erneute Anhörung oder sogar den Gang vor den Supreme Court prüfen kann, laufen die Verfahren gegen AT&T und Verizon weiter. Beide Konzerne erhielten ebenfalls Millionenstrafen, weil sie Standortdaten an externe Dienstleister weitergegeben haben sollen, darunter auch an den Anbieter Securus, der Strafvollzugsanstalten mit Kommunikationsdiensten beliefert.
Siehe auch:
Teils sogar Echtzeit-Daten
In den Jahren 2018 und 2019 bot die US-Niederlassung des deutschen Konzerns, T-Mobile, Standortinformationen ihrer Nutzer externen Firmen zum Kauf an - ohne Einwilligung der Betroffenen und ohne ausreichende Sicherheitsmaßnahmen. Die Daten waren teils in Echtzeit verfügbar und ermöglichten so eine lückenlose Nachverfolgung von Bewegungsprofilen. Ähnliche Praktiken fanden sich auch bei den Konkurrenten AT&T und Verizon.Die US-Telekommunikationsbehörde FCC hatte den Unternehmen daher im vergangenen Jahr hohe Strafen auferlegt. Gegen diese wollte sich die Telekom gerichtlich zur Wehr setzen, wie aus einem Bericht des Magazins Ars Technica hervorgeht. Ein Berufungsgericht in Washington hat dieses Ansinnen nun aber zurückgewiesen und erklärt, dass die Strafe in Höhe von 92 Millionen Dollar gegen T-Mobile berechtigt ist.
Das Gericht stellte klar, dass Mobiltelefone im Kern immer auch Ortungsgeräte seien, da sie regelmäßig Kontakt zu Funkmasten aufnehmen. Dadurch entstehe ein präzises Bewegungsprotokoll, das tiefgreifende Einblicke in das Privatleben ermögliche. In ihrem Urteil betonten die Richter, dass T-Mobile und auch die Tochter Sprint trotz bekannter Missbrauchsfälle weiterhin Standortdaten verkauft hätten, ohne ihre Schutzmaßnahmen anzupassen.
Letztlich nur Peanuts
T-Mobile und Sprint hatten sich vor Gericht nicht mehr gegen die Vorwürfe an sich gewehrt, sondern argumentiert, die FCC habe ihre Befugnisse überschritten und die Höhe der Strafen falsch berechnet. Zudem verwiesen sie auf ihr angebliches Recht auf ein Geschworenenverfahren. Die Richter wiesen diese Argumente zurück: Die Unternehmen hätten auf dieses Recht verzichtet, indem sie den direkten Rechtsweg wählten.Konkret entfallen 80,1 Millionen Dollar der Strafe auf T-Mobile und 12,2 Millionen auf Sprint. Dies sind zwar durchaus hohe Beträge, die im Vergleich zu den Bilanzen aber trotzdem mäßig ausfallen: Allein im letzten Quartal erwirtschaftete die Telekom in ihrem US-Geschäft 17,4 Milliarden Dollar Umsatz und 3,2 Milliarden Dollar Gewinn.
Während T-Mobile nun noch eine erneute Anhörung oder sogar den Gang vor den Supreme Court prüfen kann, laufen die Verfahren gegen AT&T und Verizon weiter. Beide Konzerne erhielten ebenfalls Millionenstrafen, weil sie Standortdaten an externe Dienstleister weitergegeben haben sollen, darunter auch an den Anbieter Securus, der Strafvollzugsanstalten mit Kommunikationsdiensten beliefert.
Zusammenfassung
- T-Mobile verkaufte 2018/2019 unerlaubt Standortdaten der Nutzer an Dritte
- US-Gericht bestätigt Strafe von 92 Millionen Dollar gegen T-Mobile
- Richterbegründung: Handys sind Ortungsgeräte mit sensiblen Bewegungsdaten
- Trotz bekannter Missbrauchsfälle änderte die Telekom ihre Schutzmaßnahmen nicht
- Strafe teilt sich auf: 80,1 Millionen für T-Mobile und 12,2 Millionen für Sprint
- Auch Konkurrenten AT&T und Verizon erhielten Millionenstrafen für ähnliches Verhalten
Siehe auch:
Thema:
Kurs der T-Aktie
Videos zum Thema Telekom
- The Walking Dead: Dead City - Der Trailer zur dritten Staffel ist da
- Super Bowl 2026: Die Backstreet Boys singen für T-Mobile
- The Walking Dead: Daryl Dixon: Spanisches Zombie-Inferno in Staffel 3
- AVM Fritzbox 7590 AX: "Anschließen und lossurfen" getestet
- The Walking Dead: Dead City - Erster Teaser zu Staffel 2 veröffentlicht
Beliebte Downloads
Beiträge aus dem Forum
Beliebt im Preisvergleich
- WLAN-Router mit Modem:
Weiterführende Links
Neue Nachrichten
- 1000-Dollar-Spiel, das nur 10 Minuten dauert, sorgt für Diskussionen
- Wer braucht schon Prime: Neue Top-Deals bei Media Markt & Saturn
- Abgeschossener US-Pilot: Iranische Drohnen flogen "Quallen-Formation"
- Gegen US-Zahlungssysteme: Der digitale Euro nimmt wichtige Hürde
- One UI 9: Samsung erweitert interne Tests - diese 22 Geräte sind dabei
- China hat stärksten Supercomputer der Welt, ganz ohne Nvidia und Co.
- Sicherheitsvorfall bei LastPass: Angreifer erbeuten Kundendaten
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen