EEG-Osterpaket: Keine Unterstützung für private Dach-Solaranlagen

Die Solarbranche und zahlreiche Bürger rechneten fest damit, dass das so genannte EEG-Osterpaket der Bundesregierung der Startschuss für einen massiven Photovoltaik-Ausbau sein wird - allerdings wird daraus voraussichtlich nichts werden.
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Immer wieder wird das Bild beschworen, nachdem in einem großen Kraftakt möglichst viele Dächer im Land dafür genutzt werden, Strom zu erzeugen. Vor allem die steigenden Preise fossiler Energieträger und zuletzt vor allem auch der Angriff Russlands auf die Ukraine, der deutlich vor Augen führte, wie stark die Abhängigkeit des Landes von Gas, Öl und Kohle noch immer ist, sorgten für eine deutliche Aufbruchstimmung.

Doch wird diese von dem bisher vorliegenden Gesetzestext wohl massiv ausgebremst werden. Denn in dem 267 Seiten starken Referentenentwurf gibt es keine einzige Verbesserung oder Förderung für normale Dachanlagen mit Eigenverbrauch, wie sie von Privatleuten für gewöhnlich angeschafft werden. Darauf weist der Solarunternehmer Hermann Schrag in einem Gastbeitrag im PV-Magazin hin. Lediglich eine weitere Verschlechterung durch das stetige Absinken der Einspeisevergütung werde etwas gebremst.

Negative Folge-Effekte erwartbar

Bessere Bedingungen schafft der Gesetzentwurf lediglich für große Photovoltaik-Anlagen. Insbesondere für solche, die nicht mit einem Eigenverbrauch verbunden sind. Begünstigt werden damit also vor allem große Betreiber, die beispielsweise Dachflächen von Lagerhäusern anmieten, um günstigen Stellplatz für ihre Solarmodule zu bekommen. Und große Freiflächen-Anlagen auf Brachen, Wiesen und Äckern können mit bis zu 40 Prozent mehr Einspeisevergütung rechnen, während der Hausbesitzer leer ausgeht.

Eigentlich hat sich die Bundesregierung auf die Fahnen geschrieben, den jährlichen Zubau an Photovoltaik-Leistung in Deutschland zu vervielfachen. Schrag warnt daher davor, dass das aktuell hohe Interesse schnell wieder sinken wird und viele Bürger, die sich in den letzten Wochen an ihre Installationsfirmen wandten, doch noch einen Rückzieher machen werden, wenn klar ist, dass sich die Bedingungen doch nicht verbessern. Ob die Ausbauziele nur mit Großanlagen zu erreichen sein werden, ist durchaus fraglich.

Hinzu kommt, dass man hier noch mit weitergehenden Negativ-Effekten rechnen muss. Denn ein großer Hebel zur Verbesserung der Klimabilanz im Gebäudesektor und der Reduzierung des Gas-Verbrauchs liegt in der Elektrifizierung der Heizungen durch Wärmepumpen. Ideal ist hierbei natürlich die Kombination mit einer Dach-Photovoltaik-Anlage, die insbesondere auch die Bedenken hinsichtlich der kommenden Stromkosten deutlich reduzieren könnte.

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