Massiver Angriff auf ukrainische Telekom lässt Festnetz ausfallen
Viele rechneten eigentlich schon zu Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine mit massiven Angriffen auf IT-Infrastrukturen - doch es blieb weitgehend ruhig. Nun aber zwang eine heftige Attacke nahezu den kompletten Telekommunikationskonzern Ukrtelecom in die Knie.
"Heute hat der Feind einen starken Cyberangriff auf die IT-Infrastruktur von Ukrtelecom gestartet", sagte Yurii Shchyhol, Vorsitzender des Staatlichen Dienstes für Sonderkommunikation und Informationsschutz der Ukraine, laut eines Berichtes der Nachrichtenagentur Reuters. Der staatliche Telekommunikationsbetrieb unterhält das Festnetz des Landes und damit auch die wichtigste Infrastruktur für Internet-Verbindungen.
Im Zuge dessen kam es bei den Telekommunikationsdiensten immer wieder zu Unterbrechungen. Insbesondere wenn eine neue Internet-Session beginnen sollte - beispielsweise beim Aufbau einer neuen DSL-Verbindung - kam es oft zu Problemen. Und ein neues Einbuchen ist aufgrund immer wieder stattfindender Stromausfälle in einigen Regionen der Ukraine recht normal geworden.
Vielfach wurde angenommen, dass mit dem Ausbruch des Krieges wesentlich umfangreichere Angriffe auf IT-Systeme erfolgen werden. Die spektakulärsten Fälle waren zuvor aber eine Attacke auf einen Kommunikationssatelliten und ein Angriff auf den kleineren ukrainischen Provider Triolan. Bei diesem mussten allerdings auch nur einige Systeme bereinigt oder neu aufgesetzt werden, was zu kleineren Beeinträchtigungen, nicht aber zu einem längeren Ausfall führte.
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Im Zuge dessen kam es bei den Telekommunikationsdiensten immer wieder zu Unterbrechungen. Insbesondere wenn eine neue Internet-Session beginnen sollte - beispielsweise beim Aufbau einer neuen DSL-Verbindung - kam es oft zu Problemen. Und ein neues Einbuchen ist aufgrund immer wieder stattfindender Stromausfälle in einigen Regionen der Ukraine recht normal geworden.
Keine längeren Folgen
"Der Angriff wurde abgewehrt", konnte Shchyhol aber vermelden. Nach und nach werden alle Dienste wieder in gewohnter Form zur Verfügung gestellt. Inzwischen sollte es keine Beeinträchtigungen mehr geben - was natürlich nur insofern gilt, als dass der Nutzer sich in einer Region befindet, die vom Kriegsgeschehen noch einigermaßen unbeeinflusst ist.Vielfach wurde angenommen, dass mit dem Ausbruch des Krieges wesentlich umfangreichere Angriffe auf IT-Systeme erfolgen werden. Die spektakulärsten Fälle waren zuvor aber eine Attacke auf einen Kommunikationssatelliten und ein Angriff auf den kleineren ukrainischen Provider Triolan. Bei diesem mussten allerdings auch nur einige Systeme bereinigt oder neu aufgesetzt werden, was zu kleineren Beeinträchtigungen, nicht aber zu einem längeren Ausfall führte.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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