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China: Keanu Reeves wurde einfach aus der Medien-Realität gelöscht
In China lässt sich aktuell erleben, wie eine missliebige prominente Person aus der öffentlichen Wahrnehmung getilgt wird. Der Schauspieler Keanu Reeves existiert derzeit in den verfügbaren Angeboten des Landes faktisch nicht mehr.
Reeves ist bei der chinesischen Staatsführung in Ungnade gefallen. Offiziell gibt es dazu natürlich keine Erläuterungen. Allerdings wird vermutet, dass der Auslöser die Teilnahme des Schauspielers am Tibet House US-Event war. Dabei handelte es sich um ein kleines Online-Festival, das dem Ziel dient, tibetanische Traditionen, Künste und Kultur am Leben zu erhalten.
Inzwischen schlagen in China keine Suchmaschinen mehr an, wenn man nach dem Namen Keanu Reeves sucht. Und sämtliche Filme, an denen er mitwirkte, sind aus den Katalogen der Streaming-Plattformen verschwunden. Die großen Anbieter Tencent und iQiyi hatten zuvor noch 19 Titel gelistet, in denen der Schauspieler zu sehen war.
Aktuell findet man noch einige Inhalte zu Reeves, wenn man in den Nachrichten der populären Messenger-Plattform WeChat sucht, auf der es auch diverse öffentliche Gruppen gibt. Allerdings dürfte es auch hier nur eine Frage der Zeit sein, bis die entsprechenden Filtersysteme anschlagen und ebenfalls alles zu seiner Person ausblenden.
Auf den ersten Blick dürfte es für den Schauspieler kein gravierendes Problem darstellen, wenn er in China nicht mehr auf dem Bildschirm zu sehen ist. Allerdings müssen Filmproduzenten für kommende Produktion einkalkulieren, dass sie Lizenzeinnahmen für einen riesigen Markt verlieren, wenn sie Reeves in den Cast aufnehmen.
Gut möglich allerdings, dass dies erst einmal eine Art Warnschuss darstellt und die Blockade in einigen Monaten schrittweise wieder verschwindet. Letztlich würde aber auch dies auf eine Erpressung hinauslaufen, dass sich die westliche Medienindustrie dem Diktat der chinesischen Zensoren zu unterwerfen haben, wenn sie keine wirtschaftlichen Einbußen erleiden wollen.
Siehe auch: Bing-Feature abgestellt - Microsoft unterwirft sich Chinas Zensoren
Inzwischen schlagen in China keine Suchmaschinen mehr an, wenn man nach dem Namen Keanu Reeves sucht. Und sämtliche Filme, an denen er mitwirkte, sind aus den Katalogen der Streaming-Plattformen verschwunden. Die großen Anbieter Tencent und iQiyi hatten zuvor noch 19 Titel gelistet, in denen der Schauspieler zu sehen war.
Aktuell findet man noch einige Inhalte zu Reeves, wenn man in den Nachrichten der populären Messenger-Plattform WeChat sucht, auf der es auch diverse öffentliche Gruppen gibt. Allerdings dürfte es auch hier nur eine Frage der Zeit sein, bis die entsprechenden Filtersysteme anschlagen und ebenfalls alles zu seiner Person ausblenden.
Auf den ersten Blick dürfte es für den Schauspieler kein gravierendes Problem darstellen, wenn er in China nicht mehr auf dem Bildschirm zu sehen ist. Allerdings müssen Filmproduzenten für kommende Produktion einkalkulieren, dass sie Lizenzeinnahmen für einen riesigen Markt verlieren, wenn sie Reeves in den Cast aufnehmen.
Gut möglich allerdings, dass dies erst einmal eine Art Warnschuss darstellt und die Blockade in einigen Monaten schrittweise wieder verschwindet. Letztlich würde aber auch dies auf eine Erpressung hinauslaufen, dass sich die westliche Medienindustrie dem Diktat der chinesischen Zensoren zu unterwerfen haben, wenn sie keine wirtschaftlichen Einbußen erleiden wollen.
Siehe auch: Bing-Feature abgestellt - Microsoft unterwirft sich Chinas Zensoren
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Christian Kahle
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