SMS-Nutzung ist zum ersten Mal seit zehn Jahren wieder gestiegen
Es ist noch nicht so lange her, dass man immer neue Rekordmeldungen zur Nutzung von Mobilfunk-Kurznachrichten zu lesen bekam. Seit dem Siegeszug von WhatsApp und Co. spielt SMS aber kaum noch eine Rolle. Nun hat es aber erstmals seit zehn Jahren einen Anstieg gegeben.
Es ist aus heutiger Sicht kaum noch vorstellbar, aber das so genannten Simsen war einst ein regelrecht gesellschaftliches Phänomen. Das lag natürlich daran, dass derartige Kommunikation neu und vor allem praktisch war. Mit dem Aufstieg von vor allem WhatsApp endete dieser Erfolgslauf, wohl vor allem auch deshalb, weil der Internet-basierte Messenger kostenlos war - während im Fall von SMS bei Vielschreibern teils hohe Telefonrechnungen die Folge waren.
Der Anstieg ist auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich, es gibt aber durchaus Erklärungen. Die Bundesnetzagentur vermutet jedenfalls, dass der Anstieg vor allem mit Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) zu tun hat. Immer mehr Internet-Nutzer sichern wichtige Dienste mit einer zusätzlichen Schranke ab und bekommen die dazugehörigen Codes oder Tokens per SMS.
Dabei ist das Verschicken von SMS eine alles andere als optimale Lösung, aber gleichzeitig besser als nichts. Denn auch wenn Kurznachrichten über das Mobilfunknetz besser sind als gar kein 2FA-Schutz, so sind diese unverschlüsselt und auch verhältnismäßig leicht abzufangen. Dennoch setzen viele Unternehmen trotzdem drauf, auch weil die Einstiegs- und Nutzungshürde bei speziellen Authentifizierungsanwendungen ungleich höher ist.
Fast 60 Milliarden SMS zum Höhepunkt
Der Niedergang der SMS war rasant: 2012 wurden per Handy 59,8 Milliarden solcher Nachrichten verschickt, aktuell bzw. im Vorjahr waren es laut Zahlen der Bundesnetzagentur nur noch 7,8 Milliarden SMS (via Spiegel). Doch das ist dennoch eine höhere Zahl als im Jahr davor, denn 2021 wurden immerhin 800 Millionen mehr SMS verschickt als 2020.Der Anstieg ist auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich, es gibt aber durchaus Erklärungen. Die Bundesnetzagentur vermutet jedenfalls, dass der Anstieg vor allem mit Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) zu tun hat. Immer mehr Internet-Nutzer sichern wichtige Dienste mit einer zusätzlichen Schranke ab und bekommen die dazugehörigen Codes oder Tokens per SMS.
Dabei ist das Verschicken von SMS eine alles andere als optimale Lösung, aber gleichzeitig besser als nichts. Denn auch wenn Kurznachrichten über das Mobilfunknetz besser sind als gar kein 2FA-Schutz, so sind diese unverschlüsselt und auch verhältnismäßig leicht abzufangen. Dennoch setzen viele Unternehmen trotzdem drauf, auch weil die Einstiegs- und Nutzungshürde bei speziellen Authentifizierungsanwendungen ungleich höher ist.
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