Doch nicht so modular: Apple Mac Studio verweigert SSD-Upgrades

Hatte ein erstes Teardown die Hoffnung auf einen modularen Mac Studio geschürt, folgt kurze Zeit später die Ernüchterung. Apples neuer kompakter Desktop-PC mit M1 Ultra-Chip hält an den alten Tugenden des Unternehmens fest und verweigert nutzerseitige SSD-Upgrades.
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Mindestens 2300 Euro werden für einen neuen Mac Studio fällig, der in seiner Einsteigskonfiguration lediglich über einen 512 GB großen Flash-Speicher verfügt. Ein erster Blick in das Innere des leistungsstarken Mini-PCs zeigt jedoch, dass SSDs nicht etwa verlötet, sondern theoretisch modular in Steckkartenform verbaut werden. Wer in diesem Moment an ein simples SSD-Upgrade denkt, sollte sich die offiziellen Hinweise von Apple zu Herzen nehmen.

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Das Unternehmen schreibt im eigenen Online-Shop: "Der Speicher des Mac Studio ist nicht frei zugänglich. Falls du meinst, du könntest in Zukunft zusätzliche Speicher­kapazität brauchen, solltest du vielleicht mehr nehmen." Nicht nur können aufgrund der proprietären Bauweise keine herkömmliche SSDs im Mac Studio eingesetzt werden, auch ein Solid State Drive aus einem anderem Mac Studio verweigert seinen Dienst. Das fand der YouTuber Luke Miani in seinem kürzlich veröffentlichten Video heraus.

Speicher-Controller soll "fremde" SSDs ablehnen

Grund dafür scheint nicht etwa eine anfangs vermutete Software-Sperre zu sein, sondern der in den Apple M1-Chips verbaute Speicher-Controller, der bei handelsüblichen SSDs direkt auf der Steckkarte verbaut wird. Die Kollegen von Golem vermuten, dass auf den NAND-Flash-Modulen jedes einzelnen Mac Studio verschlüsselte Daten liegen, die nur mit dem entsprechend ab Werk verbundenen Controller ausgelesen werden können. Im Fall von Miani würden diese Daten sogar eine Löschung des Laufwerks überleben, nur um den Einbau in einem anderen Mac Studio zu unterbinden.

Somit ist klar, Apple bricht nicht etwa aus seinem "Walled Garden" aus und gewährt Mac-Nutzern mehr Freiheiten, sondern man hält auch weiterhin an der Philosophie eigener, teurer Speicher-Upgrades und eventuell anfallender SSD-Reparaturen (bzw. Austausch) in Servicewerkstätten fest. Der Aufpreis von 512 GB auf 1 TB schlägt bei Apple mit 230 Euro, auf 2 TB mit 690 Euro zu Buche.

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