Angriff auf Nvidia: Erpresser fordern Entfernung der Mining-Bremse

Der Schleier über dem kürzlichen Angriff auf die IT-Infrastruktur Nvidias scheint sich langsam zu lüften. Hinter der Aktion stehen wohl tatsächlich keine staatlichen Mächte, sondern schlicht Erpresser mit Interesse am Kryptomining.
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Nvidia
Hinter dem Angriff, durch den verschiedene Nvidia-Server über Tage nicht erreichbar waren, soll eine Gruppe mit der Bezeichnung Lapsus$ stehen. Diese will im Zuge der Attacke rund ein Terabyte Daten von den Systemen des Konzerns erbeutet haben. Dass dies stimmt, untermauerte man mit der Veröffentlichung einer Reihe gehashter Passwörter von Nvidia-Mitarbeitern.

Unter den erbeuteten Daten sollen sich allerdings auch viel tiefer gehende Firmen-Interna befinden - wie beispielsweise Code von Treibern und Firmware und auch Schaltpläne aktueller Produkte, wie das Magazin BleepingComputer berichtet. Das Unternehmen dürfte durchaus einiges Interesse daran haben, dass diese Daten nicht unbedingt der Konkurrenz in die Hände fallen.

Angriff ist bestätigt

Die Angreifer wollen in erster Linie Geld erpressen und drohen mit der Veröffentlichung der Informationen. Darüber hinaus wird aber auch die Lite-Hash-Rate (LHR)-Technologie explizit erwähnt, die von den Angreifern zum Verkauf angeboten werden soll. Und natürlich verlangt man zwischen den Zeilen, dass das Unternehmen die Möglichkeit bietet, die LHR von den Grafikkarten zu entfernen.

Nvidia hatte die Technologie vor einiger Zeit eingeführt und sorgt damit in erster Linie dafür, dass die fraglichen Grafikkarten nicht effektiv für das Kryptomining genutzt werden können. Damit wollte man dafür sorgen, dass endlich wieder genug Produkte für die Stammkundschaft aus dem Gaming-Lager zur Verfügung stehen.

Nvidia bestätigte bisher offiziell nur, dass es einen Angriff gab. Weitergehende Informationen wollte man noch nicht veröffentlichen, da die Untersuchungen noch laufen. Intern und mit den zuständigen Strafverfolgungsbehörden dürften aber eher Diskussionen laufen, wie man mit der Sache nun umgehen will.

Siehe auch: Nvidia: Grafikspezialist bestätigt Server-Ausfälle durch Cyber-Angriff
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