Computergenerierte Gesichter sind vertrauenswürdiger als echte Fotos
Noch vor wenigen Jahren hätte man es wohl als Selbstverständlichkeit angesehen, dass man mit künstlich generierten Gesichtern kein besonders tiefgehendes Vertrauensverhältnis zu Nutzern aufbauen kann. Das hat sich aber völlig ins Gegenteil verkehrt.
Inzwischen gibt es verschiedene Untersuchungen, die zeigen, dass KI-Systeme mittlerweile so gute Gesichter generieren können, dass diese für Menschen quasi nicht mehr von Bildern realer Menschen zu unterscheiden sind. Den Höhepunkt findet die Technologie derzeit in den so genannten DeepFakes, bei denen ein beliebiges anderes Gesichts über das eines Darstellers in einem Video gelegt werden kann und das kaum noch als Fälschung zu erkennen ist.
Doch damit nicht genug: "Wir haben herausgefunden, dass künstliche Gesichter nicht nur sehr realistisch sind, sondern auch als vertrauenswürdiger eingestuft werden als echte Gesichter", erklärte Hany Farid, Professor an der University of California, Berkeley. Das Ergebnis gebe Anlass zur Sorge, dass "diese Gesichter sehr effektiv für ruchlose Zwecke eingesetzt werden könnten".
Beim Auseinanderhalten von echten und gefälschten Gesichtern kam man letztlich auf statistische Werte, die einfach einem Münzwurf ähnelten - die beiden Varianten waren also letztlich nicht voneinander zu unterscheiden. Damit hatten die Forscher im Grunde auch gerechnet. Bei der Frage nach der Vertrauenswürdigkeit kamen die Fakes auf einen etwas besseren Wert. Man könnte hier den Schluss ziehen, dass man beispielsweise für den Verkauf von Produkten besser virtuelle Avatare als echte Verkäufer ins Rennen schicken sollte.
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Doch damit nicht genug: "Wir haben herausgefunden, dass künstliche Gesichter nicht nur sehr realistisch sind, sondern auch als vertrauenswürdiger eingestuft werden als echte Gesichter", erklärte Hany Farid, Professor an der University of California, Berkeley. Das Ergebnis gebe Anlass zur Sorge, dass "diese Gesichter sehr effektiv für ruchlose Zwecke eingesetzt werden könnten".
Fälschungen nicht erkennbar
In einem Experiment trainierte man erst eine KI auf die Erstellung möglichst realistischer Gesichter. 400 verschiedene Bilder mischte man dann mit 400 Fotos von echten Personen. Die Probanden sollten dann einerseits versuchen, die Fälschungen ausfindig zu machen. In einem anderen Durchlauf sollten andere Personen die dargestellten Menschen hinsichtlich ihrer Vertrauenswürdigkeit bewerten.Beim Auseinanderhalten von echten und gefälschten Gesichtern kam man letztlich auf statistische Werte, die einfach einem Münzwurf ähnelten - die beiden Varianten waren also letztlich nicht voneinander zu unterscheiden. Damit hatten die Forscher im Grunde auch gerechnet. Bei der Frage nach der Vertrauenswürdigkeit kamen die Fakes auf einen etwas besseren Wert. Man könnte hier den Schluss ziehen, dass man beispielsweise für den Verkauf von Produkten besser virtuelle Avatare als echte Verkäufer ins Rennen schicken sollte.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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