Trump-Gesetze haben Steuer-Oasen für Krypto-Bros geschaffen

Wenn Populisten versuchen, komplexe Probleme mit einfachen Lösungen anzugehen, kommt langfristig meist wenig Gutes heraus. Das zeigt sich derzeit in den USA, wo Gesetze der Trump-Regierung Steuer-Oasen für die Kryptowährungs-Szene entstehen ließen. Das Team des ehemaligen US-Präsidenten wollte mit effektvollen Regelungen bei den ärmeren Bevölkerungsschichten punkten. So ließ man sich die so genannten Fördergebiete einfallen. Dabei handelt es sich um Orte oder Stadtteile mit sozialen Problemen, die im Grunde zu Steueroasen erklärt wurden. Wer hier Geld investiert, konnte seine Kapitalertragssteuern nach hinten schieben und immer weiter reduzieren - wenn ein Unternehmen längere Zeit vor Ort blieb, werden Gewinne so nach zehn Jahren sogar komplett steuerfrei, wie aus einem Bericht der HuffPost hervorgeht.

Den Menschen vor Ort versprach man, dass sich durch diese Maßnahme Firmen ansiedeln werden, die für die Entstehung von Arbeitsplätzen und ein besseres Leben der umliegenden Bevölkerung sorgen. Wie sich inzwischen herausstellt, ist dies in der Regel aber nicht der Fall. Denn um in den Genuss der Vorzüge zu kommen, muss man nicht nachweisen, wirklich Arbeitsplätze geschaffen oder auf einem anderen Weg zu einer positiven Entwicklung der sozialen Brennpunkte beigetragen zu haben.

Mehr Geld für die Szene

Stattdessen lockt die Regelung Unternehmen mit hohen Kapitalerträgen an, die so die Steuerzahlungen umgehen. Zu diesen gehören unter anderem Krypto-Miner und Krypto-Börsen. Diese können durch den Spekulationshype um die virtuellen Pseudo-Währungen teils stattliche Gewinne einfahren, auf die eigentlich Steuern von bis zu 40 Prozent fällig währen, da es hier nur wenige Möglichkeiten gibt, die Erträge mit Investitionen oder Personalausgaben herunterzurechnen.

"Das passt perfekt", sagt Blake Christian, ein Steuerberater aus Utah, der sich auf diese Fördergebiete spezialisiert hat und in den Krypto-Investoren eine neue Klientel gefunden hat. "Sie haben gerade diesen großen Gewinn gemacht und suchen nach einer Möglichkeit, etwas Geld zu sparen." Das ist hier insbesondere auch gut möglich, da die kurzfristigen Erträge auch schnell eingesetzt werden, um die Spekulationen weiter anzuheizen und die Gewinne letztlich noch weiter hochzutreiben. Das zeigte sich beispielsweise bei den NFTs, wo quasi massenhaft unregulierte Insider-Geschäfte laufen, bei denen die Anbieter selbst Gebote abgeben, um die Preisspirale zu drehen.

Neben der Krypto-Szene gibt es auch verschiedene andere Firmen, die von den Steuer-Oasen profitieren, ohne den umliegenden Nachbarschaften viel Gutes zu bringen. So werden hier auch hochklassige Hotels und Luxus-Wohnungen gebaut, denen Gentrifizierungseffekte folgen und somit die soziale Situation in den umliegenden Regionen sogar noch weiter verschärfen.

Siehe auch:

Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
BitCoin-Kurs
Bitcoin Münze (24-Karat Gold-Überzug)
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!