JET: Europas Fusionsanlage erzeugt kleine Rekordmenge an Energie
Die Fusions-Forschung scheint derzeit weltweit mit großen Schritten voranzukommen. Die europäische Gemeinschafts-Anlage Joint European Torus (JET) konnte eine neue Rekordmenge an Energie erzeugen und abgeben.
Während des jüngsten Experiments, bei dem das Plasma in dem Tokamak für 5 Sekunden stabil blieb, wurden 59 Megajoule Energie erzeugt. Durchschnittlich lag die Leistungsabgabe somit bei 11 Megawatt. Das ist noch relativ wenig, wenn man die Dimension einer Fusionsanlage bedenkt, trotzdem ist der Sprung nach vorn durchaus beachtenswert.
Denn bisher gibt es nur wenige Fusions-Experimente, bei denen auch wirklich Energie erzeugt wurde. Die meisten Anlagen sind noch in einem Stadium, in dem es darum geht, überhaupt erst einmal ein stabiles Plasma zu erzeugen. Das ist die Voraussetzung, dass es zur Verschmelzung von Atomkernen in dem System kommt, durch die dann irgendwann eine praktische Nutzung möglich wird.
Auch diese soll allerdings vor allem der Grundlagenforschung dienen und Erkenntnisse hervorbringen. Bis zum Bau eines Fusionskraftwerkes, das Strom für das allgemeine Netz produzieren kann, ist es noch ein weiter Weg. Schätzungen zufolge könnte der Stand der Entwicklung die Umsetzung eines kommerziellen Systems in rund 20 Jahren ermöglichen. Bis allerdings nennenswerte Fusionskapazitäten installiert sind, werden auch nach optimistischen Prognosen noch mehrere Jahrzehnte ins Land gehen.
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Denn bisher gibt es nur wenige Fusions-Experimente, bei denen auch wirklich Energie erzeugt wurde. Die meisten Anlagen sind noch in einem Stadium, in dem es darum geht, überhaupt erst einmal ein stabiles Plasma zu erzeugen. Das ist die Voraussetzung, dass es zur Verschmelzung von Atomkernen in dem System kommt, durch die dann irgendwann eine praktische Nutzung möglich wird.
Ein langer Weg
JET war schon einmal die Erzeugung und Abgabe von Energie gelungen. Dies war allerdings bereits im Jahr 1997. Seitdem wurden vielfältige Optimierungen an dem System vorgenommen. JET war eine der ersten experimentellen Fusions-Anlagen, mit deren Bau bereits vor fast 40 Jahren begonnen wurde. Außerdem fließen die Erkenntnisse aus den Experimenten auch in den Bau der wesentlich größeren Forschungs-Anlage ITER in Frankreich ein.Auch diese soll allerdings vor allem der Grundlagenforschung dienen und Erkenntnisse hervorbringen. Bis zum Bau eines Fusionskraftwerkes, das Strom für das allgemeine Netz produzieren kann, ist es noch ein weiter Weg. Schätzungen zufolge könnte der Stand der Entwicklung die Umsetzung eines kommerziellen Systems in rund 20 Jahren ermöglichen. Bis allerdings nennenswerte Fusionskapazitäten installiert sind, werden auch nach optimistischen Prognosen noch mehrere Jahrzehnte ins Land gehen.
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